Die Special Olympics World Winter Games 2017 waren ein kräftiges Zeichen der Inklusion. Die beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Skipisten, Eisflächen und Spielfelder der Winterspiele. Sie wurde auch abseits der Sportstätten gelebt. Bei Coca-Cola waren rund ein Drittel der Promotionmitarbeiter Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Gemeinsam mit dem Grazer Sozialunternehmen atempo wurde ein Konzept entwickelt, das sich bestens bewährt hat.

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Nicolas und Matthias mit ihren Kollegen

Foto: Martin Steiger

Seit Beginn der Special Olympics 1968 ist Coca-Cola Partner dieser Bewegung. Die Gründe dafür legte Coca-Cola Chairman Muhtar Kent bei seinem Besuch der Weltwinterspiele in Schladming klar fest: „Eine der Kernideen von Special Olympics ist die Inklusion und mit ihr Differenzen zu überbrücken. Das entspricht genau unseren Kernwerten. Das ist auch der Grund, warum es die Partnerschaft seit 49 Jahren gibt.“ Eunice Shriver habe mit einer unglaubliche Idee „Innovation durch Bewusstwerdung“, eine Bewegung gegründet, um Barrieren niederzubrechen, Leute zusammenzubringen und das über das tolle Medium Sport, so Kent weiters. „Wir sind stolz, Teil dieser Bewegung zu sein. Special Olympics und Coca-Cola haben vom ersten Tag an zusammengepasst.“

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Die Coca-Cola Erlebnis Zone in Schladming

Foto: Coca-Cola

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Als Partner der Special Olympics hat Coca-Cola nicht nur im Vorfeld der Winter Games die Botschaft dieser außergewöhnlichen Bewegung in Form von Spots, Vorträgen, Flaschenetiketten usw. verbreitet, auch vor Ort war der Slogan „We love Special Olympics“ präsent, um diese sportlichen Wettkämpfe im Zeichen der Menschlichkeit zu unterstützen. In den Coca-Cola Erlebnisstationen in Schladming und Graz konnten sich die Besucher fotografieren lassen und ihren ganz persönlichen Special Olympics Schnappschuss als Foto oder gedruckt auf einen Button mit nach Hause nehmen. Das Interesse der Special Olympics Gäste überstieg die Erwartungen von Coca-Cola. Die Erlebniszonen in Graz und Schladming wurden von 7.500 Athleten, Trainern, Fans und Freunden der Special Olympics besucht, 10.000 Fotos wurden ausgegeben, rund 7.500 Buttons gedruckt. Mit dem Coca-Cola Happiness Truck wurden 10.000 Fanartikel zum Anfeuern der Sportler in Schladming, Ramsau, Rohrmoos und Graz verteilt. Der Riesenerfolg fußt einerseits auf das überzeugende unser Konzept, hauptverantwortlich für diese tolle Performance sind aber die engagierten Mitarbeiter. Mitarbeiter wie Nikolas Knapitsch und Matthias Dick.

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Viele Special Olympics Teams besuchten die Coke Zone - hier das Team aus Japan

Foto: Martin Steiger

Mitarbeiter mit intellektueller Beeinträchtigung

Nikolas und Matthias sind Teilnehmer beim Grazer Sozialunternehmen atempo, das sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen mit Behinderung auf dem freien Arbeitsmarkt zu vermitteln. Die Zusammenarbeit zwischen Coca-Cola und atempo besteht seit Jahren und wurde im Vorfeld zu den Special Olympics World Winter Games intensiviert. Gemeinsam wurden Round Tables organisiert und mit „Inklusions(t)räume“ auch ein Buch herausgebracht, das sich mit dem wichtigen Thema Inklusion beschäftigt. Bei den Winterspielen wurden rund ein Drittel der Promotionmitarbeiter von atempo vermittelt. „Wichtig ist, dass wir gemeinsam Arbeitsfelder finden, bei denen unsere Teilnehmer auch Spaß haben“, so Claudia Schneider, Jobcoach bei atempo und für ihre Teilnehmer bei den Special Olympics verantwortlich, „man muss für jede Person das Passende finden, dann haben alle etwas davon.“ Nicolas Knapitsch, 19 Jahre alt und aus Feldbach sowie der 20-jährige Grazer Matthias Url sind von Technik begeistert. Beide haben kürzlich mit Hilfe von atempo den ECDL Computerführerschein absolviert. In Schladming waren sie für die Fotostation verantwortlich, wo Athleten, Trainer, Fans und Gäste der Special Olympics ihr ganz persönliches Erinnerungsfoto an die Winterspiele ergattern konnten. „Es ist zwar anstrengend, aber es macht wirklich viel Spaß, weil wir mit Leuten zu tun haben“, so die beiden Steirer, „am meisten gefällt uns aber, dass wir ganz normale Teammitglieder sind. So schaffen wir auch mit den anderen gemeinsam die langen Tage.“

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Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt

Foto: Martin Steiger

Einer der besten Mitarbeiter des Coca-Cola Happiness Trucks, der die Fans in Schladming, Ramsau, Rohrmoos und Graz mit Tröten, Klapphänden und anderen Fanutensilien versorgte, war Johann Stadler. „Er hat eine unheimlich offene Art und Weise, auf Menschen zuzugehen und direkt anzusprechen“, freut sich Sabrina über die Arbeit ihres Kollegen. Johann Stadler ist Experte für Selbstvertretung bei atempo. „Johann hält in Schulen, auf Unis und Fachhochschulen Vorträge darüber wie es ist, mit einer Behinderung zu leben und zu arbeiten“, so Lisa Panzierer, die bei atempo als Trainerin im Büro für Selbstvertretung arbeitet.

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Johann und Sabrina beim Coke Happiness Truck

Foto: Coca-Cola

Mehr Coaching für die Unternehmen

Claudia Schneider bezeichnet ihren Einsatz für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung als „Kampf gegen Windmühlen“. „Wenn eines von zehn Unternehmen, das wir anschreiben, sich meldet, ist das schon ein Erfolg.“ Die größte Barriere sei hierbei die Angst vor dem Umgang mit solchen Menschen, aber auch die Angst vor Jobverlust. „Aus diesem Grund haben wir mehr Arbeit mit dem Coachen der Unternehmen und deren Mitarbeitern, als mit unseren Teilnehmern. Sind diese Ängste aber einmal abgebaut, können alle von der Mitarbeit unserer Teilnehmer profitieren. Man muss nur beachten, was man von ihnen aufgrund ihrer Einschränkungen verlangen kann.“ Claudia Schneiders Kollegin Lisa Panzierer wünscht sich „mehr Sensibilisierung für Menschen mit Lernschwierigkeiten, sie sind zu wenig präsent in der Gesellschaft, in den politischen Gesprächen und in der Wirtschaft.“

Für Coca-Cola endet mit dem Erlöschen des Olympischen Feuers bei der Schlussfeier der Special Olympics die Zusammenarbeit mit atempo nicht. „Wir sind überzeugt, dass wir auch künftig Felder finden, wo wir weiterhin im Sinne der Inklusion kooperieren können und so dieses wichtige Thema auch abseits der großen Winterspiele transportieren können“, heißt es aus dem Unternehmen.

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