Inklusion – wer den Begriff nicht kennt und glaubt, im Physik- oder Chemieunterricht geschlafen zu haben, sei beruhigt. Inklusion kommt aus der Soziologie und beschreibt die Einbindung jedes Menschen in seiner Individualität in die Gesellschaft.

Zugegeben, eine Definition des Begriffs „Inklusion“ ist nicht so einfach. Der US-amerikanische Soziologe Talcott Parsons führte den Begriff ein und verstand darunter „die Einbeziehung bislang ausgeschlossener Akteure in Subsysteme“. Versprochen, das war die erste und einzige wissenschaftliche Definition in diesem Beitrag.  

Inklusion: eine Weiterentwicklung der Integration

Inklusion beschreibt quasi die Weiterentwicklung der Integration. Bei der Integration lebt zwar eine Gruppe in Rahmen der großen Gesellschaft, bleibt aber trotzdem wie in einer Blase unter sich. Bei der Inklusion hingegen werden die Grenzen dieser Blase gesprengt und die Personen leben und wirken mit all ihren individuellen Fähigkeiten in der Gesellschaft. Dabei geht es darum, Menschen mit Migrationshintergrund oder körperlichen wie intellektuellen Beeinträchtigungen so zu integrieren, dass sie ihre Befähigungen einsetzen können.

Die wichtige Rolle von Sport bei der Inklusion 

Sport bietet die ideale Möglichkeit, erste Schritte in der Inklusion zu setzen. Gelebt wird dieses Prinzip bei den Special Olympics. Im Rahmen der Inklusionssport-Initiative wird für alle und mit allen gesportelt, ohne jemanden aufgrund von körperlichen oder mentalen Unterschieden vom Sport auszuschließen oder auszugrenzen. Dabei greift das Reglement des Unified Sports® von Special Olympics. Dieses Programm bringt Menschen mit und ohne Behinderung beim Sport zusammen. Profitieren tun hierbei beide Seiten. Zum einen schafft das gemeinsame Sport betreiben gegenseitiges Verständnis für die Probleme des jeweils anderen (seitens der Athleten und seitens der Partner), zum anderen hilft Unified Sports® über die Verbesserung ihrer Fähigkeiten den Special Olympics-Athleten in ihrem sozialen Leben - durch den Aufbau von Freundschaften, gegenseitigen Respekt und Akzeptanz werden sie besser auf ein Leben in Gemeinschaft vorbereitet.

Rixi schuba mit ihrem unified-partner auf dem eis

Trixi Schuba mit ihrem Unified-Partner auf dem Eis.

Fotos: Martin Steiger

Unified Sports mit Olympiasiegerin Trixi Schuba

Ein paar Schritte als Unified-Partner konnte Trixi Schuba bereits setzen. Die Olympiasiegerin im Eiskunstlauf drehte im Rahmen einer Special Olympics Exhibition am Wiener Eistraum ein paar Runden mit den Special Olympics Athleten und war bereits nach den ersten Schritten auf dem Eis vom Feuer gefangen: „Hut ab vor den Special Olympics Sportlern, mit welcher Freude sie ihre großen Leitungen bringen.“  

Diese großen Leistungen enden aber nicht an der Kante der Eisfläche. Und genau hier greift Inklusion, besondere  Fähigkeiten aller Menschen so zu entwickeln und zu nutzen, dass sie zur Entfaltung jeder Persönlichkeit führen können. Und das nicht nur im Sport.

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