Von Andy Warhol bis Marc Jacobs – die Coca-Cola Flasche ist eine Inspiration für Künstler und Designer. Auch im Projekt #MashupCoke: Coca-Cola hat Kreative auf der ganzen Welt eingeladen, die berühmte, 100 Jahre junge, neu zu interpretieren. Erlaubt waren drei Farben: „Coke Rot“, schwarz und weiß. Mehr als 130 Künstler aus 15 Ländern haben ihre Werke eingereicht – insgesamt rund 250.

Ausgewählte Stücke aus dem Projekt #MashupCoke sind unter anderem in der Ausstellung „The Coca-Cola Bottle: An American Icon at 100“  in Atlanta zu sehen. 

James Sommerville, Vizepräsident Global Design bei Coca-Cola, erklärt die Idee hinter #MashupCoke: 

Wie entstand die Idee zu #MashupCoke?

„Es begann mit einem internen Projekt. Als ich Ende 2013 zu Coca-Cola kam, wollte ich mein globales Team kennenlernen. In den Archiven hatte ich viele Kunstwerke mit der Flasche gefunden, die zeigten, dass diese Flasche nicht nur Handel und Marketing inspirierte, sondern ebenso Künstler und Designer. Ich dachte: Wenn diese Arbeit vor 50 oder 60 Jahren erfolgreich war, warum sollte es nicht noch mal funktionieren? Ich habe mir 16 wegweisende Kunstwerke ausgesucht und die Leute in meinem Design-Team gebeten, eins auszuwählen und es neu zu interpretieren.“ 

Wann hast du beschlossen, das Projekt über das Team hinaus zu erweitern?

„Der Rücklauf aus dem Team zeigte: Das kann der Anfang eines großartigen Projektes sein, das hat großes Potenzial. Wir haben also über 100 Künstler mit vielfältigen Stilen und Herangehensweisen von Digitalkünstlern bis zu Kunsthandwerkern eingeladen, mit uns zusammenzuarbeiten. Wir haben alle ermutigt, jene Bilder neu zu interpretieren, die schon unser Team genutzt hatte. Die einzige Bedingung war, dass ihre Arbeit eine Verbindung zum Original hat.“

Sarah Kim, Coca-Cola Design (USA)

Welche Vision hattet ihr für dieses Projekt?

„Wir wollten unser Erbe künstlerisch und emotional feiern. Die Coca-Cola Flasche sollte als Inspiration für das dienen, was wir in Zukunft tun können. Wir haben uns vorgestellt, wie es wäre, ein anderes Kunstwerk – etwa von Andy Warhol – neben das Bild eines unbekannten Designers zu hängen. Theoretisch ist das eine fast unbezahlbar, das andere heute eigentlich wertlos. Und doch sind beide gleich inspirierend. Und wer weiß...vielleicht wird eines Tages das unbekannte Werk unbezahlbar, vielleicht hängen in unserer Ausstellung einige zukünftige Warhols.“

Wie soll die Ausstellung auf die Besucher wirken?

„Wir wollen zeigen, wie aktuell die Coca-Cola Flasche immer noch ist – für junge Menschen ebenso wie für jene, die die Marke schon lange kennen. Bei der Einführung der Flasche vor 100 Jahren war sie unkonventionell. Ein inspirierendes Stück Design, das uns vom Wettbewerb abhob. Die Coca-Cola Flasche verbindet Form und Funktion perfekt und ist eines der erfolgreichsten Designs aller Zeiten.“

Wie haben die Künstler reagiert, die ihr angesprochen habt?

„Sie haben die Aufgabe so begeistert angenommen, dass wir wirklich überrascht waren. Wir haben Designer aufgrund ihrer Liebe für Design und ihrer persönlichen Verbindung zur Marke eingeladen. Die Künstler, die sich zurückgemeldet haben, sind zwischen Anfang 20 und Ende 70 – und obwohl zwischen manchen von ihnen zwei Generationen liegen, teilen sie die Leidenschaft für die Coca-Cola Flasche. Als die ersten Arbeiten reinkamen und wir sie nebeneinander sehen konnten, hat ihre Vielfalt uns umgeworfen.“

Wird das Projekt auch nach dem Jubiläum der Coca-Cola Flasche fortgesetzt?

„Auf jeden Fall! Die Idee der Coke Flasche kann immer wieder neu gedacht werden, in anderen Bereichen, mit neuen Designern und ihren individuellen Stilen. Dieses Projekt hat keine Deadline und keine Grenze.“