Beim letztjährigen Get Active Social Business Award 2016 hat das Sozialunternehmen „refugeeswork.at“ gewonnen. Es handelt sich um eine Plattform zur Vermittlung von Arbeitsplätzen für geflüchtete Menschen in Österreich.

Ein Jahr nach dem Sieg berichten die Gründer Fatima Almukhtar und Dominik Beron stolz über positive Veränderungen in der Weiterentwicklung ihres Projektes. „Seit dem Gewinn des GASBA Awards 2016 haben sich viele Türen geöffnet“, so die Gründer. Besonders in Hinblick auf den Netzwerkaufbau sind positive Veränderungen bemerkbar. Das Preisgeld im Wert von 80.000 Euro wird gut investiert. Es ermöglicht nicht nur einen erfolgreichen Ausbau der Online-Plattform www.refugeeswork.at, sondern auch Consulting Unterstützung, die das Unternehmen langfristig stärkt.

Die beiden glücklichen Gewinner des Get Active Social Business Awards 2016

Dadurch können sich die Gründer über steigende Kunden-, User-  und Vermittlungszahlen freuen und bereits nach einem halben Jahr eine Vermittlungsquote von 43% erreichen. Das bedeutet, dass fast jeder zweite Job mit Arbeitssuchenden auf ihrer Plattform besetzt werden konnte.

Zusätzlich konnte inzwischen auch eine eLearning Plattform eingeführt werden, sodass neben der direkten Vermittlung von Arbeitssuchenden, auch andere Interessenten bestmöglich auf die Arbeitssuche vorbereitet werden können. Dadurch soll möglichst vielen Menschen dabei geholfen werden, selbstständig einen Job zu finden.

Weitere Unterstützung durch die WU Wien

Somit gibt es bereits viele Erfolge für das Sozialunternehmen, doch auch noch viele Pläne was die weitere Produktentwicklung der Plattform refugeeswork.at angeht. Dafür ist das Tool des Impact Measurement durch die WU besonders hilfreich, so die Entwickler. Auch soll die Plattform anderen Ländern, wie beispielsweise USA oder Frankreich, zur Verfügung gestellt werden. So sollen auch Migranten und Migrantinnen anderer Nationen von dem Konzept des Sozialunternehmens profitieren.

Besonders gespannt sind die beiden auf den Beitrag des Social Impact Assessment durch die WU Wien. Mittlerweile haben sie bereits Impact Measurement Tools und sind motiviert diese noch weiterhin zu verbessern, um das gesamte Modell zu optimieren. So soll neben der finanziellen, auch die soziale Wirkung des Projekts noch besser messbar werden.

Tägliche Herausforderungen der Unternehmer

Die Gründer betonen, dass es in ihrem Arbeitsalltag sowohl Hochs wie Tiefs gibt. „Die Gründung eines Unternehmens ähnelt einer Achterbahnfahrt“, so Dominik Beron. Die Motivation liegt jedoch in der besonderen Intention geflüchtete Menschen zu unterstützen. „Am Ende des Tages ist die Arbeit  in einem Sozialunternehmen großartig. Denn es ist schön zu sehen wie vielen Menschen wir bereits bei der Chance auf einen Job geholfen haben. Das ist ein tolles Gefühl.“, so Dominik Beron

Neben der Finanzierung, ist es eine große Herausforderung ein vernünftiges Netzwerk von Impact Investoren zu finden. Hier war der Gewinn des Get Active Social Business Award natürlich ein großer Schritt nach vorne.

Der Get Active Social Business Award 2017 ist bereits im vollen Gange.