Frauen sind zu oft Opfer von psychischer und körperlicher Gewalt. Der Verein FOOTPRINT hilft diesen betroffenen Frauen und Mädchen und zeigt ihnen Möglichkeiten auf, ihre Lebenssituation zu verbessern.

Wusstest du, dass …

  • Weltweit 70 % der weiblichen Mordopfer von ihren männlichen Partnern ermordet werden?
  • Häusliche Gewalt die Hauptursache für den Tod oder Gesundheitsschäden von Frauen zwischen 16 und 44 Jahren ist und damit noch vor Krebs oder Verkehrsunfällen rangiert?
  • Zwei von fünf Frauen bereits Gewalt in psychischer Form erfahren haben, entweder durch den derzeitigen oder einen früheren Partner?
  • Jede fünfte Frau seit dem Alter von 15 Jahren bereits eine Form des Stalkings erlebt hat?
  • Jede zehnte Frau seit ihrem 15. Lebensjahr bereits Opfer irgendeiner Form von sexueller Gewalt war und jede 20. Frau vergewaltigt wurde?


Zugegeben, der Einstieg in den Beitrag mit diesen erschreckenden Zahlen ist hart, aber anhand der Bedeutung dieses Themas notwendig. Solche besorgniserregende Fakten haben Hannah-Isabella Gasser und Hannah Lux 2011 dazu ermutigt, den Verein FOOTPRINT ins Leben zu rufen. Als Startkapital dienten unter anderem die mit dem Gewinn des Get active Social Business Award, damals noch „Ideen gegen Armut“ verbundenen 82.000 Euro.

Fotos: Footprint

„Mittlerweile besteht unser Team aus rund 30 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, berichtet Hannah Gasser, „ungewöhnlich ist, dass das Alter der Betreuer auch dem der Klientinnen, also zwischen 21 und 35 Jahren, entspricht. So können wir auf Augenhöhe und ohne eventuelle generationsbedingte Barrieren miteinander kommunizieren.“   

Rund 250 Frauen und Mädchen aus etwa 50 Ländern konnte FOOTPRINT bisher helfen, Schritt für Schritt in ein neues Leben zu finden. 

"Ziel ist eine Verbesserung der psychischen, physischen und sozialen Gesundheit betroffener Mütter und deren Kinder."
Hannah Gasser

„Unser kostenloses Angebot reicht von Beratung und Betreuung in schwierigen Lagen über alternative Therapien bis hin zu Fortbildungs- und Sportkurse“, so Gasser. Das neueste FOOTPRINT Projekt „Footprint4health“ ist auf zwei Jahre ausgelegt. „Ziel ist eine Verbesserung der psychischen, physischen und sozialen Gesundheit betroffener Mütter und deren Kinder“, informiert Gasser, „wir versuchen damit auch die Interaktion zu fördern und ev. Beziehungsprobleme zu verbessern oder gar zu lösen.“   

Herzstück des Projekts ist der wöchentlich stattfindende Mutter-Kind-Kurs, in dem gemeinsame Bewegung im Fokus steht. Darüber hinaus gibt es im Rahmen des Projekts noch vierteljährliche Workshops zu verschiedenen Themen, die aus der Zielgruppe kommen. „Wir wollen den Müttern damit Kenntnisse vermitteln, wie sie ihre Gesundheit relevant verbessern können.“   

www.footprint.or.at
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