Kein Wunder, dass Süßstoffe in immer mehr Getränken und Speisen weltweit eingesetzt werden – schließlich lösen sie ein Problem, das auf den ersten Blick unlösbar scheint: Was tun, wenn man Süßes genießen, dabei aber Kalorien sparen möchte?

Eines vorweg: Die Liebe zum süßen Geschmack hat nichts mit mangelnder Disziplin zu tun – sie wird uns Menschen quasi in die Wiege gelegt. Schließlich enthält bereits die Muttermilch hohe Milchzuckerwerte – und vor Jahrtausenden half der süße Geschmack unseren Vorfahren sogar dabei, zwischen giftigen und genießbaren Nahrungsmitteln in der Natur zu unterscheiden.

Die zweite gute Nachricht: Wer heutzutage gerne Süßes isst oder trinkt, dabei aber gleichzeitig die Zuckeraufnahme reduzieren möchte, kann inzwischen aus einer großen Auswahl an kalorienarmen bzw. kalorienfreien Produkten wählen. Diese werden oft mit Süßstoffen gesüßt, die praktisch kalorienfrei sind. Einer der meist verwendeten Süßstoffe ist Aspartam, das beispielsweise in Coca-Cola Light und Zero enthalten ist und ca. 200 Mal so süß als Zucker ist.

Das richtige Maß macht’s aus

Obwohl Aspartam mit über 200 Studien zu den meist getesteten Lebensmittelzusatzstoffen gehört, taucht immer wieder die Frage auf, ob es gesundheitlich unbedenklich ist. Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) führte dazu im Jahr 2014 eine Sicherheitsbewertung durch, bei der sich Wissenschaftler aus aller Welt beteiligen konnten.

Als Ergebnis beurteilte die EFSA die Aufnahme von Aspartam einmal mehr als sicher für die Gesundheit. Voraussetzung dafür ist aber wie immer die Dosis: Der sogenannte ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) gibt an, welche Maximalmenge einer Substanz man täglich ein Leben lang zu sich nehmen kann, ohne mit gesundheitlichen Folgen rechnen zu müssen. Bei Aspartam beträgt dieser Wert 40 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Zur Veranschaulichung: Ein 60 kg schwerer Mensch müsste täglich 12 Dosen (330 ml) eines mit Aspartam gesüßten Getränks zu sich nehmen, um den ADI-Wert zu erreichen.

Weitere Informationen zum Thema Süßstoffe gibt es übrigens auf www.aspartam.at