Sport und Integration sind zwei Bereiche, die sich perfekt ergänzen. Sport kann Barrieren wie verschiedene Sprachen oder unterschiedliche Kulturen überwinden. Wie gut das funktioniert, zeigen die ausgezeichneten Projekte des Integrationspreis Sport.

Muslim, Christ oder Buddhist. Türke, Albaner, Kroate oder Österreicher. Im Sport ist es egal, woher der Mitspieler kommt, welcher Religion der Torschütze angehört oder welcher Ethnie er zugehört. Diese Philosophie zieht sich durch alle beim Integrationspreis Sport eingereichten Projekte.  Der Österreichische Integrationsfonds zeichnet in Kooperation mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA), dem Sportministerium und dem Österreichischen Städtebund nachhaltige und innovative Projekte im Bereich Sport aus, die die Integration von Migrantinnen und Migranten in die österreichische Gesellschaft fördern. Coca-Cola unterstützt den Preis als Sponsor. Integrationsminister Sebastian Kurz und Sportminister Gerald Klug sind Schirmherren des Preises.

Integrationspreis Sport Preisverleihung mit Sebastian Kurz

Preisträger Birol Yilmaz mit den ersten Gratulanten: Sportminister Klug, Integrationsminister Kurz, George Alaba, Philipp Bodzenta (Coca-Cola) und Mirna Jukic

Foto: Dragan Tatic

Hauptpreis des Integrationspreises an steirisches Projekt

Den Hauptpreis von 3.000 Euro, zur Verfügung gestellt von Coca-Cola Österreich, gewann ein steirisches Sport- und Bildungsprojekt für Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. Birol Yilmaz, der selbst türkische Wurzeln hat, startete 2014 in Leoben-Donawitz die Initiative "Bewegung mit dem Ball" und fördert damit das Miteinander von Kindern aus 15 verschiedenen Nationen. Neben den wöchentlichen Fußball- und Völkerballtrainings werden die Kinder beim Spracherwerb und der Erweiterung ihrer Deutschkenntnisse gefördert. Außerdem konnte über das Projekt hinaus ein Netzwerk aus Eltern und Lehrern aufgebaut werden, um die Kinder bestmöglich bei der Bewältigung ihres Schulalltags zu unterstützen. Die Maßnahmen fruchten, berichtet Birol Yilmaz: „Wir hören von den Eltern, dass die Kinder in der Schule mehr Motivation zeigen und sich ihre Noten verbessern.“ Was mit den 3.000 Euro von Coca-Cola passiert? „Mit dem Gewinn wollen wir Fußballdressen und Bälle kaufen. Die Kinder wünschen sich auch anderes Sportzubehör wie Springseile, Jonglierbälle und Balance-Boards“, so Yilmaz, der bei der Verwendung des Preises aber auch über das Sportliche hinaus denkt: „Ich möchte den Kindern auch mal einen Museumsbesuch ermöglichen.“ Bemerkenswert ist auch, dass Birol Yilmaz seine Tätigkeit ehrenamtlich ausübt.  

Gewinner des Integrationspreis Sport

Birol Yilmaz begeistert Jugendliche für Sport.

Foto: Mariano D. Tuan

Preisverleihung des Integrationspreis Sport

Integrationsminister Sebastian Kurz sagte im Rahmen der Preisverleihung: „Sport und ehrenamtliches Engagement im Verein können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den Kontakt zwischen Österreichern, Zuwanderern und Flüchtlingen über religiöse und kulturelle Grenzen hinweg zu fördern und unser Zusammenleben zu stärken.“ Sportminister Gerald Klug ergänzte: „Sport baut Brücken und verbindet Menschen mit unterschiedlichem sozialen und kulturellen Hintergrund. Die Sportprojekte, die heute ausgezeichnet wurden, aber auch viele andere kleinere und größere Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag für Integration.    

Das Projekt bringt Jugendliche aus 15 Nationen zusammen.

Foto: Mariano D. Tuan

Die vielen Gewinner des Integrationspreis Sport

Insgesamt wurden über 75 Projekte eingereicht. Rang zwei des Integrationspreis Sport und somit 2.000 Euro gewann „Rugby Opens Borders“ aus Wien. An zehn weitere Projekte ging ein Anerkennungspreis von je 1.000 Euro.

www.integrationsfonds.at