Wusstest du, dass in den letzten 150 Jahren 80 % der Auen und Überschwemmungsgebiete der Donau verschwunden sind? Wusstest du, dass dies Auswirkungen auf den Fischbestand, die Wasserqualität und auch die Flutgefahr hat? WWF und Coca-Cola wollen dem etwas entgegensetzen und setzen sich „For a Living Danube“ ein.

Deichbauten, Ausbaggerungen und falsch gesetzte Dämme, die stärker werdende Schifffahrt sowie Kraftwerke haben Europas größtem Fluss, der Donau, ganz schön zugesetzt. Die Folgen sind Rückgänge der Fischbestände, die Verschlechterung der Wasserqualität, die Verringerung der Artenvielfalt in den Flusslandschaften, die Steigerung der Flutgefahren für besiedelte Regionen, weil wichtige Überschwemmungsgebiete fehlen und auch eine Veränderung des Wasserspiegels.

WWF und Coca-Cola haben nun mit „For a Living Danube“ eine Initiative ins Leben gerufen, die die Wiederherstellung von Feuchtgebieten zum Ziel hat. 4,4 Millionen Dollar von der Coca-Cola Foundation fließen in dieses wichtige Projekt. Der WWF will innerhalb der kommenden sieben Jahre im gesamten System der Donau (dazu zählen auch beispielswiese Nebenflüsse oder Seen) in sechs Ländern (Österreich, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien und Bulgarien) unter anderem 53 km² Feuchtgebiete wiederherstellen. Das entspricht einer Fläche von mehr als 7.400 Fußballfeldern. Coca-Cola verpflichtet sich darüber hinaus dem Flusssystem 12 Millionen Kubikmeter Wasser zuzuführen. Damit ließen sich 4.800 Olympische Becken füllen.

In Österreich steht das Gebiet rund um den Neusiedler See im Zentrum der Bemühungen. Dort sollen die letzten Salzseen, ein einzigartiger Lebensraum, erhalten bleiben. Auf dem internationalen Projektplan stehen weitere Vorhaben wie 

  • die Versetzung von Deichen,
  • der Bau von Kanälen, um die Feuchtgebiete wieder mit dem Fluss zu verbinden,
  • die Neubildung der Flussböden in manchen Passagen,
  • das Bilden von Schleusen, um das Wasser in den Feuchtgebieten zu halten,
  • das Entfernen von Büschen und Bäumen, um Raum für die Wasserspeicherung zu bilden,
  • das Bilden von Schilfgebieten als natürliche Wasserfilter, um die Wasserqualität wieder zu erhöhen
  • und nicht zuletzt die Sensibilisierung der Bevölkerung für den wichtigen Lebensraum Donau.

Es tut sich viel rund um die Donau, doch ist dies genug? „For a Living Danube“ ist sicherlich mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber noch lange nicht genug, um die Donau und deren Lebensräume für die kommenden Generationen zu bewahren. Ein jeder von uns kann hier einen Beitrag leisten, indem er beispielsweise verantwortungsvoll mit Wasser umgeht und auch dabei hilft, dies Freunden und Verwandten immer wieder näher zu bringen.

WWF: Partnership For a Living Danube