GASBA 2020 Coaching Wochenende in Stegersbach

data-server-hbs-enabled="false">

GASBA 2020 Coaching Wochenende in Stegersbach

GASBA 2020 Coaching Wochenende in Stegersbach

data-server-hbs-enabled="false">

GASBA 2020 Coaching Wochenende in Stegersbach

data-server-hbs-enabled="false">

Jahr für Jahr pilgert die GASBA Gemeinschaft in die Thermenlandschaft des südlichen Burgenlands, genauer nach Stegersbach. In der sonnenverwöhnten Ortschaft wurde nicht nur der Opus Keyboarder Kurt René Plisnier geboren, auch die eine oder andere social Business Idee und Partnerschaft lässt sich hierher zurückdatieren. Während auf dem Golfplatz die Caddies schwitzen, werden in den Konferenzräumen des Reiters Resorts Stegersbach Vorträge gehalten, Kontakte geknüpft und Ideen befeuert. Die acht Finalisten des Get active Social Business Awards holen sich an diesen drei Tagen wertvolle Inputs in Sachen Businessplan, UnternehmerInnen-Mentalität und unvermeidbar: Wie bringt man ein soziales Unternehmen durch eine Pandemie?

 

Mind over matter - die positive Einstellung machts

 

Das Wochenende eröffnen die Partner des Get active Social Business Awards, Therese Noorlander (Sustainability Director, Coca-Cola), Karin Bauer (Ressortleiterin Karriere, derStandard), Michael Meyer (Kompetenzzentrum für Nonprofit Organisationen und Social Entrepreneurship, WU Wien) und Philipp Bodzenta (Unternehmenssprecher, Coca-Cola). Im Anschluss folgte das gemeinsame Kennenlernen in Form von kurzen Elevator Pitches der acht Finalistenprojekte.

 

 

 

Mit seinem Vortrag „Keine Angst vor dem Unternehmertum“ macht Thomas Kenyeri (KESCH Event und Promotion) eines klar: Um erfolgreich zu sein müssen nicht zwingend Schweiß und Tränen fließen, es geht auch sehr viel positiver. Als erfahrener Geschäftsmann und Gründer kennt er die Sorgen und Hoffnungen der Jung-, Einzel- und Sozialunternehmer im Raum - schließlich stand auch er einmal in ihren Schuhen. 

Während das Wochenende doch stark im Zeichen von hard facts und wirtschaftlichem, rechtlichem und politischem Fachwissen steht, erinnert Kenyeri an die Wichtigkeit der positiven Einstellung zu sich selbst und seinem Umfeld. Oder um es in seinen Worten zu sagen: „Wenns mir selber schon nicht gut geht, wie soll ich dann ein Team erfolgreich führen können?“.

 

SozialunternehmerInnen über COVID-19

 

Einer der diesjährigen Themenschwerpunkte des GASBA ist die Betroffenheit von sozialen Unternehmen während der Corona-Pandemie. Geleitet von Karin Bauer (derStandard) wurde in einer Runde namhafter UnternehmerInnen und ExpertInnen über die Herausforderungen, Chancen und Folgen der andauernden Zustände reflektiert. Gabriele Gottwald-Nathaniel (Gabarage), hat mit ihrem Betrieb die Möglichkeit genutzt und ist mit Gabarage schon früh auf die Produktion von Mund-Nasen-Schutzmasken umgestiegen, um schwerwiegende negative Auswirkungen zeitgerecht zu verhindern.

 

Weniger rund lief es zu Beginn des Lockdowns für die Siegerin des GASBA 2018 Petra Ott (Die schlaue Box). Nachdem sie ihr Projekt das letzte Jahr für die Anwendung in Kindergärten und Schulen vorbereitet hat, bedeutete das unerwartete Schließen der Bildungseinrichtungen vorerst das Aus für die schlaue Box. Doch ganz im Sinne von Thomas Kenyeri hat sich ihr Durchhaltevermögen letztendlich ausgezahlt und Petra Ott samt der schlauen Box sind nun wieder auf Erfolgskurs.

 

In ihrer Rolle als Geschäftsführerin des Impact Hub Vienna hat Barbara Inmann ein Gespür dafür, wie sich die Folgen der Pandemie auf die social Businessszene im Ganzen ausgewirkt hat und Michael Meyer (WU Institut für Non Profit Organisationen) bekräftigte das Gesagte mit akademischen Erkenntnissen der letzten Monate. Einstimmiges Fazit der Runde: „Gemeinsam statt Einsam“, jetzt mehr denn je.

 

v.l.n.r. Gabriele Gottwald-Nathaniel, Barbara Inmann, Karin Bauer, Michael Meyer, Petra Ott v.l.n.r. Gabriele Gottwald-Nathaniel, Barbara Inmann, Karin Bauer, Michael Meyer, Petra Ott

 

 

Lernen von den Besten des Landes

 

Tag zwei im Thermenhotel begann mit einem ausgiebigen Frühstück gefolgt von einem Digestif in Form des Businessplan Vortrags von Christian Horak (Contrast EY). Auch wenn soziale Unternehmen keine primär finanziellen Ziele verfolgen, so braucht es dennoch die notwendigen Mittel um eine Idee erst zum Leben zu erwecken und schließlich auch langfristig zu erhalten. Bei den über 20 ExpertInnen aus verschiedensten Bereichen wie der Wirtschaft, Recht, Marketing oder Sport konnten sich die FinalistInnen in Einzelgesprächen maßgeschneidertes Feedback und Inputs zu ihren jeweiligen Projekten einholen. Dieses Wissen fließt die nächsten Wochen und Monate in die weitere Vorbereitung der Businesspläne für das finale Hearing an der Wirtschaftsuniversität Wien.

 

Rosa Bergmann (Vienna Hobby Lobby) bei der individuellen Beratung.

 

 

Den abschließenden Vortrag des Samstags hielt der erfolgreiche Para-Schwimmer Andreas Onea. Dass sich vermeintlich unüberwindbare Hürden doch meistern lassen, weiß er aus eigener Erfahrung am besten. Als Kind verlor er bei einem Autounfall seinen linken Arm und gewann eine unglaubliche Motivation für sein restliches Leben. 2008 war er dann bei den Olympischen Spielen in Peking und holte sich im selben Jahr noch den Weltrekord auf 50 Meter Brustschwimmen. Weitere Titel folgten und heute ist er eine Inspiration für eine neue Generation von jungen Menschen mit Handicap. Kaum jemand hat dieses Wochenende so deutlich gemacht, dass die richtige Einstellung wichtiger ist als vermeintliche Hürden oder Nachteile, oder wie es Andreas passend ausgedrückt hat: "Wer sich sein Leben lang zuhause versteckt und denkt, 'Das schaff ich nicht', wird es auch nicht schaffen."

 

 

Helge Payer hält Bälle vom Tor und Sorgen von den GASBA FinalistInnen fern. Helge Payer hält Bälle vom Tor und Sorgen von den GASBA FinalistInnen fern.

 

 

Den letzten Programmpunkt des Wochenendes war der traditionelle Helge Payer Walk um das Gelände des Resorts. Nach einem gesundheitlichen Rückschlag im Jahr 2008 änderten sich kurzfristig alle sportlichen Zukunftspläne des damaligen Torhüters. Neben der entsprechenden ärztlichen Behandlung sah er ein, dass er das richtige Mindset finden muss, um den Wiedereinstieg in den Profisport zu meistern. Er gab den FinalistInnen des GASBA 2020 noch einen abschließenden Motivationsschub, bevor sich alle auf die Rückreise machten.

 

Zuletzt gab es noch einen finalen Austausch untereinander, Visitenkarten wechseln den Corona-Bestimmungen bedingt digital die „Hände“ und die FinalistInnen begeben sich dann auch schon in die finale Phase des GASBA 2020, die Erstellung der Businesspläne. Die letzte Station ist dann die Präsentation besagter Businesspläne beim finalen Hearing im November. Wir wünschen allen bis dahin starke Nerven und hoffen, dass das Gelernte auf dem weiteren Weg Anwendung findet!