Wir haben Patrice Fuchs eingeladen, für Coca-Cola Journey Österreich anlässlich des 90. Geburtstags von Coca-Cola in Österreich eine Serie an Podcasts zu erstellen. Unter dem Motto #Miteinand haben wir spannende Geschichten zu aktuellen Themen aufgenommen. Patrice macht in ihrem Text Vorfreude auf den Podcast “Frauengesundheit” – lest und hört selbst:


Es gibt Krankheiten und Probleme, mit denen nur Frauen zu kämpfen haben. Welcher Mann hatte schon mal einen Babyblues? Welcher Mann kämpft gegen Gebärmutterkrebs? Männer und Frauen sind sich ähnlicher als man denkt. Sie brauchen Liebe und Respekt, sind mehr oder weniger intelligent, haben mehr oder weniger Humor und unterschiedliche Begabungen. Aber manche Unterschiede sind nicht relativierbar. Vor allem körperliche Unterschiede wirken sich medizinisch und manchmal auch psychologisch aus.

Eine Geburt bringt nicht nur Freude

Frauen erleben gerade rund um die Geburt sehr häufig psychologische Probleme. Daran sind oft die Hormone schuld, die das Erleben und Wohlbefinden der Schwangeren und jungen Mutter stark verzerren können. Aber auch der Druck, eine perfekte Mutter zu sein, das Baby zu lieben und alles "unter Kontrolle" zu haben, kann zu Depressionen und Psychosen führen.

15% aller Frauen fühlen sich in dieser Zeit stark negativ beeinträchtigt. Für sie gibt es nicht viel Hilfe. In ganz Ostösterreich gibt es nur eine Ambulanz für diese Frauen. Dabei geht es um eine sehr heikle Personengruppe, denn diese Frauen tragen Verantwortung für ein kleines Baby. Dr Claudia Reiner-Lawugger ist Fachärztin für Psychiatrie und hilft im Jahr rund 400 Frauen mit psyochologischen Problemen während und nach der Schwangerschaft.

Brustkrebs - kein kleines Problem

8% Prozent aller Frauen erleiden im Laufe ihres Lebens Brustkrebs. Diese Zahl wird von den meisten Menschen niedriger eingeschätzt. Was übrigens kaum jemand weiß: Auch Männer können Brustkrebs bekommen.

Frauen erleben stärkere Benachteiligung

Menschen mit Behinderung werden im Leben zusätzlich zu ihrer Beeinträchtigung durch die Gesellschaft behindert. Menschen mit Behinderung, die ausserdem Frauen sind, werden noch stärker behindert.

Discovering Hands ist eine Vereinigung, die aus einem Handicap eine Begabung macht. Sie bildet sehbehinderte Frauen im Tastscreening der weiblichen Brust aus. Frauen, die nicht sehen, sind stärker auf ihren Tastsinn angewiesen und dadurch ist ihre taktile Wahrnehmung viel sensibler. Durch genaues Abtasten der Brust kann die Diagnose merkbar verbessert werden und notwendige medizinische Abklärungen beschleunigen.  Gleichzeitig finden sehbehinderte Frauen durch diese Initiative eine Arbeit, in der sie nicht ersetzbar sind. 

Wir unterhalten uns über das verbesserte #Miteinand durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und durch intelligente Massnahmen wie Discovering Hands. In dieser Episode im Gespräch:

Marisa Mühlböck - Geschäftsführerin Taktile Gesundheitsvorsorge
Claudia Reiner-Lawugger - Leiterin Spezialambulanz für peripartale Psychiatrie

Wir möchten uns herzlichst bei Patrice Fuchs für das Gespräch bedanken!