Wir haben Patrice Fuchs eingeladen, für Coca-Cola Journey Österreich anlässlich des 90. Geburtstags von Coca-Cola in Österreich eine Serie an Podcasts zu erstellen. Unter dem Motto Miteinand! haben wir spannende Geschichten zu aktuellen Themen aufgenommen. Patrice macht in ihrem Text Vorfreude auf den Podcast “Mentales Training im Sport” – lest und hört selbst:

Elfmeterschießen ist nicht so schwer. Aber wenn die halbe Welt dabei zusieht und es um die Europameisterschaft geht, dann kann schon eine gewisse Anspannung mit dem Schuss einhergehen. 

Wer auf Ski die Piste hinunterfährt, empfindet zumeist reinen Spass. Aber wenn man, wie Ski-Star Johanna Pramstaller, mit einer starken Gleichgewichtsstörung geboren wurde, kann es durchaus sein, dass eine Abfahrt sehr viele Nerven kostet.

Sportler setzen sich permanent fordernden psychischen Situationen aus. Sie müssen sich gegen starke Konkurrenz durchsetzen, stellen hohe Anforderungen an sich selbst, trainieren hart und dürfen im Wettkampf keinen Fehler machen. Wenn sie scheitern, enttäuschen sie nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Team, ihre Trainer und die Fans. 

Mentaltraining – Durch Vorbereitung die Psyche entlasten

Wie hält man das auf Dauer gut durch? Beziehungsweise, inwiefern beeinträchtigt dieser Druck das Ergebnis? Heutzutage setzt man im Profi-Sport immer öfter mentales Training ein. Die Profi-Fussballerin Laura Feiersinger musste für die österreichische Nationalmannschaft den entscheidenden Elfmeter bei der Europameisterschaft schießen. Die Mannschaft hatte noch nie zuvor eine ähnlich brenzlige Situation erlebt. Es war kein Zufall, dass die Mentaltrainerin ihr Team schon vor dem Spiel darum gebeten hat, sich für eine Ecke zu entscheiden, in die der Ball im Falle eines 11ers fliegen soll. Die mentale Vorbereitung half Laura in diesem wichtigen Moment sehr. Hätte sie sich, überrumpelt vom Spielverlauf, erst kurz vor dem Schuss entschieden, in welche Ecke sie schießen sollte, wäre sie nervöser und weniger konzentriert gewesen.

Mentaltrainer für besondere Bedürfnisse 

Auch die Hochleistungssportlerin Johanna Pramstaller wird von ihrem Trainer mental auf ihre Wettbewerbe vorbereitet. Sie tritt bei den Special Olympics in den Sportarten Ski-Abfahrt, Schwimmen und Golf an. Sie hat 9 Dioptrien, eine eingeschränkte Motorik und eine Gleichgewichtsstörung. Johanna muss sehr hart daran arbeiten, dass ihr Körper ihren Zielen folgt. Ihr Trainer muss das Antreiben gut dosieren. "Harte Worte" nennt sie das. Manchmal bringen sie die harten Worte zu ungeahnten Leistungen: "Beiss durch! Nochmal! Du schaffst es!" Manchmal demotivieren sie dieselben Aufforderungen. 

Um ihre Technik zu verbessern, macht Johanna’s Trainer Videos von ihr. So kann sie selbst erkennen, wie sie sich noch verbessern kann. Beispielsweise hat sie großen Respekt vor den Fahnenstangen. Durch ihre Gleichgewichtsprobleme sind sie eine Gefahr für sie. Daher zieht sie den Bogen oft zu weit und verliert wertvolle Viertelsekunden. 

Lauras Trainer macht mittlerweile auch Drohnenaufnahmen im Training. Von oben bekommt man ein ganz anderes Bild von der Fahrlinie. Hat man sie gut umgesetzt? Hat man die Situation richtig eingeschätzt? Kann man gewisse Passagen noch schneller fahren?

Wir alle brauchen jemanden der uns motiviert und durch schwierige Situationen führt. Und wir alle können davon profitieren, uns selbst aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Und wir brauchen Lob und eine Stütze. Wenn Johanna die Vorgaben ihres Trainers gut umsetzen kann, freut er sich genauso wie sie. Und sie freut sich über seine Freude. 

Wir sprechen mit Laura Feiersinger und Johanna Pramstaller über ihre größten Herausforderungen und warum das #Miteinand im Sport so wichtig ist.

Über ihre größten Herausforderungen und warum das #Miteinand im Sport so wichtig ist, unterhalten sich heute:

Laura Feiersinger - Profi-Fussballerin
Johanna Pramstaller - Special Olympics Sportlerin

Wir möchten uns herzlichst bei Patrice Fuchs für das Gespräch und beim Hotel Gerl in Salzburg für die Gastfreundschaft bedanken!