„Die Eindämmung von Kunststoffabfällen und die Schaffung einer funktionierenden Kunststoff-Kreislaufwirtschaft sind Herausforderungen für Unternehmen, Regierungen und NGOs, das Recycling für die Menschen auf der ganzen Welt einfacher und attraktiver zu machen“, so Coca-Cola CEO James Quincey im Rahmen einer Diskussion beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos. Coca-Cola sei gerne bereit, bereits errungene Forschungsergebnisse für die weltweit erste, vollständig recycelbare PET-Flasche, die teilweise aus Pflanzenabfällen hergestellt wird, zu teilen, um das große Ziel, eine „World without waste“ wahr werden zu lassen.

„Wir müssen es dem Konsumenten bequemer und sinnvoller machen, ihre PET-Flaschen zurückzugeben“, so James Quincey, „damit jede Flasche einen Wert hat und wir sie für die Wiederverwendung zurückkaufen können. Dann dreht sich das Schwungrad der Kreislaufwirtschaft sehr schnell.“ Wie solch ein System funktionieren kann, zeigt das Erfolgsmodell Österreich, wo beispielsweise beim Recyclingwerk PET to PET im Vorjahr eine Milliarde PET-Flaschen recycelt wurden.

Branchenübergreifende Zusammenarbeit beim Thema „Veränderung der Kunststoffwirtschaft“

James Quincey, neben dem auf der Bühne der vietnamesische Umweltminister Tran Hong Ha, Brune Piorson, Frankreichs Umwelt-Staatssekretärin, PepsiCo-CEO Roman Laguarta sowie Jim Fitterling, CEO der Dow Chemical Company, das Thema „Veränderung der Kunststoffwirtschaft“ diskutierten, betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit: „Das Gefühl der Dringlichkeit sollte uns vorantreiben Es ist notwendig, funktionierende Systeme einzurichten.“

James Quincey, CEO The Coca-Cola Company

© World Economic Forum / Sikarin Fon Thanachaiary

Bereits 2018 hat Coca-Cola angekündigt, Zugang zur bisher erzielten Technologie der PlantBottle™, die weltweit erste, vollständig wiederverwertbare PET-Flasche, die teilweise aus Pflanzenabfällen hergestellt wird, auf andere Getränkehersteller und Branchen auszuweiten. „Diese gemeinsame Aktion zur Gestaltung und Wiederverwertung nachhaltiger Verpackungen macht alle Branchen nachhaltiger.“

"Am Ende des Tages ist dies kein Modell, das neu erfunden werden muss, denn es gibt Länder, in denen wir gemeinsam das Problem gelöst haben. Jetzt müssen wir es nur noch auf eine globale Ebene bringen."
James Quincey, CEO The Coca-Cola Company

Quincey betonte, dass bestehende Lösungen funktionieren und verbessert werden können. Die Herausforderung bestehe darin, mehr Menschen an mehr Orten dazu zu bringen, mehr Kunststoffverpackungen zu recyceln. „Es geht nicht nur um Recyclingfähigkeit“, so der Coca-Cola CEO, „wir müssen uns auch Gedanken um den CO2-Fußabdruck der Packungen machen. PET-Flaschen weisen einen geringeren CO2-Fußabdruck auf als Aluminium oder Glas.“

Imposante Steigerungsraten im Recycling

"Wir haben gesehen, dass Länder wie Mexiko und Südafrika in einem Jahrzehnt mit ihrer Recyclingrate bei Kunststoffflaschen von 10 Prozent auf 70 Prozent gestiegen sind.“ Der globale Durchschnitt liege bei 60 Prozent, informierte James Quincey, der Optimismus für diese multinationale Herausforderung versprüht: „Innovationen machen vieles besser, aber am Ende des Tages ist dies kein Modell, das neu erfunden werden muss, denn es gibt Länder, in denen wir gemeinsam das Problem gelöst haben. Jetzt müssen wir es nur noch auf eine globale Ebene bringen.“