Mehr als 34.000 junge Menschen sind in Österreich arbeitslos. Die Gründe dafür sind vielfältig. Es gilt, diesen jungen Menschen, Lichtblicke zu verschaffen und zu vermitteln, dass sie dranbleiben müssen, auch wenn es manchmal schwierig ist. Gemeinsam mit der Jobwerkstatt startete Coca-Cola HBC Österreich die Initiative #YouthEmpowered. Die wichtigste Rolle in diesem fünfwöchigen Programm spielen die Mitarbeiter von Coca-Cola HBC. Auf freiwilliger Basis melden sie sich als Coke Buddy – eine Art Mentor – an. Wir haben Julia Wernle, eine Coca-Cola HBC Mitarbeiterin, die sich hier besonders hervorgetan hat, zum Interview gebeten.

Liebe Julia, du warst seit Anfang an bei #YouthEmpowered dabei. Warum hast du dich damals freiwillig gemeldet?

Ich kann mich noch gut erinnern, als #YouthEmpowered das erste Mal präsentiert wurde. Ich war sofort Feuer und Flamme und wollte die Initiative unbedingt unterstützen. Mir gefiel die Idee, dass sich die Firma sozial engagiert und man als Mitarbeiter positiv dazu beitragen kann. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich zwar noch nicht, wie die Umsetzung von #YouthEmpowered im Detail aussieht, dennoch war ich neugierig und habe mich gleich für alle Termine gemeldet. Ich wollte mich nicht in den Vordergrund spielen, sondern mich zur Verfügung stellen, falls einmal ein Kollege absagen sollte. Letztendlich war ich bis auf ein einziges Mal immer dabei und mir hat es immer wieder aufs Neue Spaß gemacht.

Coke Buddys nehmen sich die Zeit, mit arbeitslosen Jugendlichen gemeinsam Lösungen zu finden.

Was ist für dich das besondere an #YouthEmpowered?

Durch #YouthEmpowered kommen Menschen zusammen, die sich im Alltag wahrscheinlich nie begegnen würden. Die Teilnehmer bekommen nicht nur einen Einblick in den Berufsalltag eines Coke Mitarbeiters, sondern auch in ihren Werdegang. Wir alle hatten Zeiten, in denen wir keine Lust auf die Schule hatten oder vor schwierigen Situationen und Herausforderungen gestanden sind. Indem ich meine persönlichen Erfahrungen mit den jungen Menschen teile, zeige ich ihnen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine dastehen. Für manche Außenstehende dürfte das Gespräch zwischen Coke Buddy und dem jungen Menschen bloß ein Gespräch sein. Ich sehe das anders. Ich glaube, dass mit den richtigen Worten mehr bewirkt werden kann, als man denkt.

Was genau ist deine Aufgabe als Coke Buddy?

Als Coke Buddy hilft man, einem arbeitslosen jungen Menschen wieder Hoffnung und Perspektive zu geben, die Herausforderungen des Arbeitsmarktes meistern zu können. Die Teilnehmer kommen zu uns ins Büro und jeder Coke Buddy betreut ein oder zwei dieser jungen Menschen. Anschließend unterhält man sich mit seinem Schützling und erzählt auch vom eigenen beruflichen Werdegang. Das Gespräch hat keine vorgegebene Struktur und hängt immer vom Gegenüber ab. Manchmal dauert es ein wenig, um Einblick in das Leben des Gegenübers zu bekommen. Ich versuche, so gut es geht, auf die jungen Menschen einzugehen und auch zu verstehen, wie sich ihre derzeitige Situation darstellt. Ich denke, dass das auch die Aufgabe eines Coke Buddy ist – sich die Zeit zu nehmen und gemeinsam Lösungen zu finden.

"Ich war sofort Feuer und Flamme und wollte die Initiative unbedingt unterstützen. Mir gefiel die Idee, dass sich die Firma sozial engagiert und man als Mitarbeiter positiv dazu beitragen kann."


Wie hilfst du damit den jungen arbeitslosen Menschen?

Das hängt immer von der Person ab. In einem Gespräch gab ich hauptsächlich Bewerbungstipps, in einem anderen ging ich auf die vielen Ausbildungsmöglichkeiten ein. Den meisten ist gar nicht bewusst, dass ihnen viel mehr Türen offenstehen, als sie denken und wie viele berufliche Möglichkeiten es mittlerweile gibt. Ich erzähle auch von meinen Erfahrungen und versuche, ihnen Mut zuzusprechen. Ein Gespräch ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Das war auch eines bei dem ich mir im Nachhinein dachte, dass ich wirklich etwas bewirken konnte. Ich führte damals ein Gespräch mit zwei jungen Frauen gleichzeitig. Eine davon erzählte mir, dass sie aufgrund unterschiedlicher Allergien nicht die Möglichkeit hat, ihre Wunsch-Jobs auszuführen. Dann meinte sie, dass sie die Matura aufgrund einer Lernschwäche niemals schaffen würde. Sie wirkte verunsichert und auch ein wenig perspektivenlos. Ich ließ dann aber nicht locker und habe ihr Tipps gegeben, wie sie mit ihrer Lernschwäche umgehen könnte und dass sie die Matura auf jeden Fall antreten soll. Den Beruf, den sie gerne ausüben möchte, hat auch eine Freundin von mir gelernt, daher kannte ich die Qualifikationen. Ich wollte ihr helfen, Lösungen für ihr Problem zu finden. Während des Gespräches kamen ihr plötzlich die Tränen. Ich hatte den Eindruck, dass sie von ihrer Familie kaum Unterstützung bekommt und ihr daher die Hoffnung und Zuversicht fehlten, es zu schaffen. Durch unser Gespräch konnte ich ihr aber vermitteln, dass es ganz wichtig ist, dranzubleiben auch wenn es schwierig ist. Mich hat das Gespräch sehr berührt und ich hoffe, dass ich als Coke Buddy etwas bewirken konnte.

Bis 2020 werden 3.500 junge Menschen am Programm teilnehmen.

Coca-Cola HBC

Was machst du in deiner Freizeit, wenn du nicht als Coke Buddy im Einsatz bist?

Jeder der mich kennt weiß, dass mir Abwechslung sehr wichtig ist und das spiegelt sich auch in meinen Freizeitaktivitäten wider. Ich reise irrsinnig gerne und liebe es, Eindrücke von unterschiedlichen Umgebungen zu bekommen. Unter der Woche bin ich am liebsten beim Taekwondo Training. Mir gefällt die Vielseitigkeit und Ästhetik, die der Sport vermittelt. Viele wissen gar nicht, dass ich schon seit Jahren aktiv dabei bin. Ich lese wahnsinnig gerne und freue mich immer wieder über ein gutes Buch. Meine größte Leidenschaft ist aber das Schreiben und so habe ich vor kurzem meinen ersten Roman veröffentlicht. Natürlich ist mir wichtig, dass bei all den Aktivitäten Familie und Freunde nicht zu kurz kommen.

Was ist eigentlich dein Lieblingsgetränk?

Aktuell ist Coke zero mein Lieblingsgetränk

Coca-Cola sagt Julia und damit allen #YouthEmpowered Coke Buddies Danke für ihr Engagement im Projekt gegen Jugendarbeitslosigkeit.