Coca-Cola sagt Danke all jenen, die sich dafür engagieren,
dass Bildung kein Luxus ist.
Viele Eltern können sich Nachhilfe für ihre Kinder nicht leisten. Die Caritas Lerncafés in ganz Österreich bieten diesen sozial benachteiligten Kindern gratis Lern- und Nachhilfe und damit die Chance auf eine bessere Zukunft. Stellvertretend für alle engagierten Lern- und Sozialbetreuer in den rund 50 dieser Einrichtungen in ganz Österreich haben wir Dominik Ebner-Staberhofer aus dem Lerncafé in Mürzzuschlag vor den Vorhang und zum Interview gebeten.

Wie Freude am Lernen gegen Armut hilft

Bildung ist ein wichtiges Werkzeug gegen Armut. Kinder, die ihre Schullaufbahn frühzeitig abbrechen oder negativ abschließen, haben kaum Aussichten, auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu bestehen. In den Caritas Lerncafés werden Kinder beim Lernen betreut, sie werden bei Hausübungen unterstützt und gemeinsam bereitet man sich auf Schularbeiten und Tests vor. Die Lerncafés möchten

  • Freude am Lernen und Spaß an Miteinander vermitteln
  • Kindern beibringen die schulische Herausforderungen zu meistern und 
  • Helfen, daß kein Kind den Anschluss an erfolgreiche Mitschüler verlieren.

Kinder mit Wurzeln in aller Welt mit einem gemeinsamen Ziel: mehr Bildung.

Caritas Steiermark

Ein Schlüssel für Integration in Österreich

Kinder mit Migrationshintergrund beherrschen oft die deutsche Sprache zu wenig und dann wird das Caritas Lerncafé auch zu einem wichtigen Schlüssel für erfolgreiche Integration. Gerade in der Sprachförderung ist es wichtig, Herz und Verstand einzusetzen, denn das gegenseitige Verständnis ist die Basis für funktionierende Kommunikation.

Interview mit Caritas Lernbetreuer Dominik

Wir haben mit dem Lern- und Sozialbetreuer Dominik Ebner-Staberhofer über seine Herausforderungen in der Tätigkeit in den Lerncafés gesprochen.

Wie gestaltet sich dein Alltag im Lerncafé?

Als Lern- und Sozialbetreuer in einem der Lerncafés der Caritas helfen wir Kindern, den schulischen Alltag - mit allem was dazugehört - zu meistern. Die Kinder, die wir betreuen, kommen aus einkommensschwachen Familien, die sich eine kostenpflichtige Nachhilfe nicht leisten können, und es den Eltern nicht möglich ist, selbst mit den Kindern zu lernen. Wir machen gemeinsam die Aufgaben, lernen für Schularbeiten und Tests, erarbeiten Referate und vieles mehr. Mit Kindern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, üben wir vermehrt lesen und schreiben.

Soweit geschieht dies wohl auch in anderen Einrichtungen. Ich möchte aber gerne drei Punkte hervorheben, durch die Lerncafés besonders auszeichnen:

  1. Die Lerncafés sind kostenlos. Somit wird es wirklich jeder Familie möglich, ihrem Kind die nötige Förderung zu geben. Niemand wird ausgeschlossen.
  2. Die Aufgaben werden von den Mitarbeitern kontrolliert, um mögliche Fehler sofort zu erkennen. Auf diese Schwächen kann man dann gemeinsam mit dem Kind eingehen.
  3. Durch ein abwechslungsreiches und kreatives Nachmittagsprogramm bieten wir den Kindern einen willkommenen Ausgleich zum Lernen. So fühlen sie sich auch in den Räumlichkeiten wohl und verbinden mit ihnen nicht den Leistungsdruck, der in den Schulen oft entstehen kann. Dazu trägt auch der Umgang miteinander bei: Alle begegnen sich mit Respekt, kleinere Streitigkeiten werden über Gespräche gelöst.

Caritas Lerncafés möchten Kinder in vielfacher Weise beim Lernen fördern und unterstützen

fotojog

Seit wann bist du in den Lerncafés tätig?

Wir sind seit März 2017 bei der Caritas angestellt. Die ersten Arbeiten bestanden darin, das neue Lerncafé einzurichten, wir konnten es aber gleich auf unsere Bedürfnisse anpassen. Die Stellen als Lern- und Sozialbetreuer des neuen Lerncafés waren auf der Website der Caritas ausgeschrieben.

Was motiviert dich an deinem Beruf?

Am besten gefällt uns, dass wir mit unserer Arbeit tatsächlich etwas bewirken können, nämlich den Kindern zu Erfolgen zu verhelfen. Über jede gute Note, die unsere Kinder in den Schulen erhalten, freuen wir uns mit. Die Fortschritte beobachten zu können macht uns stolz und glücklich. Dieses gemeinsame Erleben von Lernen in der Gruppe macht den Leitspruch der Caritas sichtbar und spürbar: WIR>ICH. Die Gemeinschaft ist größer und stärker als der Einzelne.

Was sind die größten Herausforderungen?

Die größte Herausforderung für uns im Kleinen ist es, trotz der wenigen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, jedem Kind die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Gleich herausfordernd ist die Suche nach Ehrenamtlichen, die uns bei der Betreuung der Kinder unterstützen.

Was war der bisher schönste Lerncafé-Moment für dich?

Die schönsten Momente sind positive Rückmeldungen, also wenn wir merken, dass unsere Bemühungen Früchte tragen. Im letzten Schuljahr konnten alle Kinder unseres Lerncafés in die nächste Klasse aufsteigen, was ja das primäre Ziel der Lerncafés ist – und das, obwohl wir erst Ende März mit dem Projekt starteten. Traurige Momente gibt es bei uns im Lerncafé kaum. Traurig, oder besser gesagt nachdenklich, stimmt uns mehr das Große und Ganze, das politische Umfeld, das solchen Projekten wohl in Zukunft stark zusetzen wird.

Grundsätze beim Nachhilfeunterricht in den Caritas Österreich Lerncafés

pixelliebe

Was wünschst du dir zu Weihnachten?

Weihnachten, das Fest der Liebe, steht vor der Tür. Es ist eine Zeit der Ruhe, eine Zeit der Familie und Freunde. Ich wünsche mir, dass Menschen in dieser Zeit sensibel auf die Werte blicken, die ein gelungenes Miteinander ermöglichen: Freundlichkeit, Achtsamkeit, Nachsicht, Respekt und Toleranz.  

In diesem Sinne wünschen wir allen ein frohes Fest! Coca-Cola sagt Danke an Dominik und allen Menschen, die sich für ein achtsames Miteinander engagieren.

www.caritas.at