5 Fragen an…Theresa Fleischberger, National Environment Manager bei Coca-Cola HBC Österreich

Am 18. März 2018 kommen zahlreiche Menschen weltweit zum ersten Mal überhaupt zusammen, um gemeinsam den Global Recycling Day zu begehen. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Weltbevölkerung auf einen nachhaltigeren Umgang mit unseren Ressourcen und die Wiederverwertung unserers Abfalls zu lenken. Für uns ein guter Grund, Theresa Fleischberger, National Environment Manager bei Coca-Cola HBC Österreich, zu den Nachhaltigkeits- und Recyclingaktivitäten von Coca-Cola in Österreich, und ihre Rolle dabei, zu befragen.

Theresa, heute findet der Global Recycling Day statt – welche Bedeutung hat dieser Tag für dich persönlich?

Ich freue mich, dass sich weltweit eine Initiative zusammengefunden hat, die den Blick der Öffentlichkeit auf diese wichtigen Themen lenkt: Auch bei der vorbildlichen österreichischen Abfalltrennung und -verwertung (mehr als die Hälfte des Abfallaufkommens wird stofflich verwertet) dürfen die Bemühungen nicht nachlassen, Abfall vor allem im Verpackungsbereich zu reduzieren, und Hersteller aber auch Konsumenten in die Pflicht zu nehmen.

Auch wir bei Coca-Cola leisten unseren Beitrag: Wir optimieren Verpackungsgewicht und erhöhen den Recyclinganteil kontinuierlich. Darüber hinaus bieten wir den Konsumenten auch Glas-Mehrwegflaschen als Alternativen an.

Du bist als National Environment Manager tätig, kannst du uns näher beschreiben, welche Aufgaben dein Job beinhaltet?

Die Aufgaben sind sehr vielfältig und wachsen mit den internen und externen Veränderungen. Es obliegt zum Beispiel meiner Verantwortung, die Einhaltung aller umweltbezogenen Anforderungen sicherzustellen. Darüber hinaus halte ich Schulungen ab, stehe in Kontakt mit Behörden und anderen Stakeholdern, optimiere Prozesse, habe ein Auge auf Umweltrisiken und versuche diese zu minimieren. Coca-Cola ermöglicht es mir, mich ständig weiterzubilden und selbst an relevanten Trainings teilzunehmen.

Theresa bei der Arbeit in unserem Werk in Edelstal.

Foto: Coca-Cola HBC Österreich

Recycling wird bei Coca-Cola HBC groß geschrieben, was bedeutet das genau?

Eines der wichtigsten gruppenweiten Coca-Cola HBC Nachhaltigkeitsziele bis 2020 ist es, durchschnittlich 40% der in den Markt gebrachten Verpackungen zu recyclen. Hier leistet Österreich bereits einen sehr großen Beitrag: Die fünf größten österreichischen (alkoholfreien) Getränkeproduzenten kooperieren in der Verwertung der PET-Flaschen und betreiben gemeinsam die PET to PET Recyclinganlage. Diese verarbeitet PET-Flaschen zu neuem Ausgangsmaterial, welches dann zur Preform-Herstellung (die Ausgangsbasis einer jeden PET-Flasche) verwendet wird. Eine PET-Flasche zählt zu den wesentlichen Wertstoffen, die gut wiederverwertbar ist.

Unsere Mehrweg-Glasflaschen tragen das österreichische Umweltzeichen für Mehrwegverpackungen und sind demnach erwiesenermaßen besonders umweltfreundlich. Die Flaschen aus dem Markt werden nach Edelstal transportiert, die Verschlüsse heruntergeschraubt und die Flaschen in einer Waschanlage gereinigt ehe sie wieder befüllt werden. Nicht mehr verwendbare Flaschen werden sortenrein gesammelt. Unser Altglas wird als Ausgangsmaterial für neue Glasflaschen ebenfalls direkt verwertet. Ebenso werden die Verschlüsse dem Recycling zugeführt.

Was kann jeder im Alltag tun, um Müll zu vermeiden? Kannst du uns vielleicht ein paar Tipps geben, wie wir im alltäglichen Leben weniger Müll produzieren und sinnvoll recyclen können?

Ich finde es wesentlich, vor allem beim Einkauf darauf zu achten, Produkte mit wenig Verpackung zu kaufen. Ich habe immer Stoffsäcke dabei, um meinen täglichen Einkauf zu verstauen.

Ein ganz großer Punkt ist das Thema Einweg-Kaffeebecher: Ich kann nur empfehlen, auf Einweg-Kaffeebecher zu verzichten. Mittlerweile gibt es sehr praktische Coffee-to-go-Mehrwegbecher zum kleinen Preis. In Wien fallen täglich 200.000 Kaffeebecher an, die zum Teil wirklich vermieden werden können.

Von meinen Kolleginnen und Kollegen würde ich mir wünschen, dass sie ihr Mittagessen lieber in den Lokalen einnehmen und auf die aufwendige nicht-recyclingfähige Verpackung verzichten, die bei der Mitnahme notwendig wird. Ein Tipp, den natürlich jeder anwenden kann, der mittags im Büro isst.  

Frage zum Schluss: Was ist dein Lieblingsgetränk von Coca-Cola?

Ich trinke gerne alle Römerquelle-Produkte und gelegentlich ein Coke aus der klassischen 0,330 l Glasflasche.