Klimaschonend und unerschöpflich: Erneuerbare Energiequellen sind die Zukunft der Energiegewinnung. Coca-Cola HBC Österreich nutzt die Kraft der Sonne künftig stärker und nahm auf dem Dach seines Produktions- und Logistikzentrums in Edelstal die mit fast 3 Megawatt Peak Leistung größte Photovoltaikanlage im Burgenland in Betrieb. Als Wetterexpertin mit dabei war Klimatologin und Fernsehmoderatorin Christa Kummer, die wir zum Interview gebeten haben.

Christa, du hast die Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen und dabei kein Band symbolisch durchschnitten, sondern die Anlage mit dem Netz verbunden. Ein „elektrisierendes" Gefühl?

Christa Kummer: Es ist schon ein erhebendes Gefühl, wenn man einfach das Bewusstsein hat, dass wir etwas für unsere Zukunft machen und dass wir Energie nutzen, die uns eigentlich kostenlos zur Verfügung steht. Die Sonne scheint, ob wir sie nutzen oder nicht und wenn man sie dann nutzt, ist es ein umso besseres Gefühl.

Patrick Redl (Coca-Cola HBC Österreich), Laszlo Niklos (Coca-Cola Österreich), Frank O’Donnell (Coca-Cola HBC Österreich), Egmont Fröhlich (Selina Photovoltaic GmbH), Christa Kummer, 
Bürgermeister Edelstal Gerald Handig, Abg. z..Nationalrat Erwin Preiner, Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig.

Christian Husar

Wie sehr siehst du Unternehmen in einer Welt, die sich dem Klimawandel stellen muss, in der Verantwortung, nachhaltig zu agieren und beispielsweise in Photovoltaik-Anlagen zu investieren?

Christa Kummer: Ich sehe die Unternehmen in einer großen Verantwortung, es passiert hier zum Teil aber zu wenig. Die wenigen, die schon etwas machen, erkennen dann ja auch, wie gut es ist, dass sie diesen Schritt gegangen sind. Wir haben nur diese eine Erde, auf der wir alle leben wollen. Doch nicht nur wir, sondern auch unsere Kinder und die weiteren Generationen. Wenn wir dann auf einem Schutthaufen leben müssen, der nicht mehr lebenswert ist, ist das traurig. Ich glaube, für die Zukunft sollte dieser Gedanke im Vordergrund stehen.

Für PV-Anlagen wie jene in Edelstal ist primär sehr sonniges Wetter natürlich zu wünschen. Wie ist das aber aus Meteorologen-Sicht? Welches Wetter macht dir persönlich am meisten Spaß?

Sonne, Sonne, Sonne ist auf der anderen Seite aber auch wirklich dramatisch. Wenn wir Sonne pur haben, bedeutet das eine steigende Anzahl an Hitzetagen, tropischen Nächten und somit Trockenheit. Das sind alles eigentlich sehr dramatische Entwicklungen. Das große Drama unserer Zeit ist, dass wir Menschen glauben, die Natur nach Maß schnitzen zu können und das fliegt uns um die Ohren. Wir verbrauchen zu viel nutzbares Ackerland, was gleichzeitig CO2-Speicher und unsere Lebensgrundlage ist.

Wenn es ein Wetter gibt, das mir persönlich gut tun würde, ist es jenes, das medizinisch gesehen am gesündesten für den Menschen ist. Das wäre eine Durchschnittstemperatur von 25 Grad, vielleicht ein paar Wölkchen, eine leichte Brise. Und dann hätte ich noch den ganz persönlichen Wunsch, dass es jeden Tag so zwischen 4:00 und 6:00 Uhr früh einen gemütlichen Landregen gibt, dass die Natur auch auf ihre Kosten kommt. Das wäre für mich das perfekte Wetter, aber zum Glück ist das Wetter kein Wunschkonzert.

9.200 PV-Module sorgen für Nachhaltigkeit auf dem Dach von Coca-Cola HBC.

obscura

Hast du eine Erinnerung, die Sie mit Coca-Cola verbinden?

Da fällt mir sofort die alte Coke Glasflasche ein, die es ja heute wieder vereinzelt gibt. Coca-Cola war immer etwas Besonderes und kein Alltagsgetränk, auf das ich mich immer sehr gefreut habe.

Was ist dein Lieblingsprodukt aus dem Hause Coca-Cola?

Ich trinke heute noch wie in meiner Jugend gerne Coca-Cola mit Rotwein. Dieser süßliche Geschmack mit ein bisserl Geist ist ab und zu ganz nett. Römerquelle ist ein Bestandteil in meinem Leben, weil ich gerne sehr viel Wasser trinke.

Fakten zur Photovoltaik-Anlage bei Coca-Cola HBC

  • Die 2,86 MWp große Anlage verfügt über 9.200 PV-Module
  • Die Anlage ist die größte des Burgenlandes und die sechstgrößte Österreichs
  • Pro Jahr erzeugt die Anlage rund 2.924 GW/h Strom, der in das lokale Stromnetz eingespeist wird
  • Das entspricht dem Jahresverbrauch von rund  600 Einfamilienhaushalten mit jeweils vier Personen
  • Es ist davon auszugehen, dass rund 99 Prozent des PV-Stroms direkt im Produktionsbetrieb verbraucht werden. Damit können rund 12 Prozent des jährlichen Energiebedarfs des Werks gedeckt werden.
  • Insgesamt spart die Photovoltaikanlage rund 725 Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber konventioneller Stromerzeugung, das entspricht dem Jahresausstoß von 400 Mittelklasse-Pkw mit einer Kilometerleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr.
  • Errichtet und betrieben Anlage von Selina Photovoltaic GmbH in Zusammenarbeit mit SOL Photovoltaic Capital GmbH