Dass Recycling erfolgreich sein kann, zeigt Römerquelle – seit April bestehen alle Römerquelle PET-Flaschen aus wiederverwertetem PET, sogenanntem Recyceld-PET. Voraussetzung dafür ist das richtige Sammeln von benutzten Flaschen. Wir haben für euch gängige Mythen um den Gebrauch und die Entsorgung von PET-Flaschen aufgelistet und klären auf. Fazit: Mülltrennung zahlt sich aus!

Es ist egal, wo man was hineinwirft, am Ende wird eh alles wieder zusammengeworfen und verbrannt.

Falsch! Mülltrennung hat seinen Sinn: Jede Verpackung wird einem möglichen Recyclingzweck zugeführt. Müll ist nicht gleich Müll, sondern meist wertvoller Rohstoff für die Produktion neuer Stoffe. Aus Altpapier wird Papier, aus Glasflaschen werden neue Flaschen, Metalle werden zu vielen neuen Produkten verarbeitet und natürlich werden aus gebrauchten PET-Flaschen Ausgangsmaterialien für neue PET-Flaschen produziert. Wie der Kreislauf von PET funktioniert, seht ihr hier. Teile der recycelten PET-Flaschen, die sich aufgrund der niederen Qualität nicht mehr für die Produktion von Lebensmittelverpackungen eignen, werden beispielsweise in der Faserindustrie eingesetzt, sind also nicht verloren. Verbrannt werden, z:b. in Fernwärmewerken, tatsächlich nur Rest- und Kunststoffe, die stofflich nicht mehr verwertet werden können, weil sie zu sehr verschmutzt oder zu klein sind oder nicht fachgerecht, also in der gelben Tonne oder dem gelben Sack, entsorgt wurden.

Recycelte PET-Flaschen enthalten doch nur einen geringen Anteil an wiederverwertetem PET.

Falsch!  Die Getränkeindustrie arbeitet seit Jahren fieberhaft daran, Flaschen aus 100 Prozent recycliertem PET herzustellen und hat über die Jahre den Anteil an wiederverwertetem PET stetig erhöht. Dass es mittlerweile sogar gelingt, ein gesamtes Produktportfolio in 100% recycled-PET abzufüllen, zeigt das Beispiel Römerquelle.

PET-Flaschen kann man im Hausmüll entsorgen, sie werden danach aussortiert und wiederverwertet.

Falsch! Nicht umsonst gibt es die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack, in dem Plastikflaschen gesammelt werden. PET-Flaschen sind kein Einweggebinde, denn sie stellen einen wichtigen Rohstoff für neue Flaschen dar. In ganz Österreich stehen übrigens 280.000 Sammelbehälter der ARA, die nächste Gelbe Tonne ist also sicherlich in der Nähe. PET-Flaschen, die im Restmüll landen, werden nicht wiederverwertet sondern verbrannt. Derzeit werden sieben von zehn PET-Flaschen in Österreich richtig entsorgt. Ziel muss es sein, diese Zahl weiter zu erhöhen.

Den Weg gebrauchter PET-Flaschen

In PET-Flaschen sind gesundheitsschädliche Weichmacher enthalten.

Falsch! Dieses Gerücht hält sich hartnäckig seit Jahren. Viele denken bei PET, das für „Polyethylenterephthalat“ oft an „Phthalate“, die als Weichmacher verwendet werden. PET enthält jedoch keine Weichmacher. Wie der Name schon sagt, machen Weichmacher Kunststoffe weich. Da bei einer PET-Flasche jedoch das Ziel ist, mit so wenig Materialeinsatz wie möglich eine Flasche so stabil wie möglich zu produzieren, wären Weichmacher dabei kontraproduktiv.

Recycelbare Verpackungen sind doch das gleiche wie recycelte Verpackungen.

Falsch! Recycelt bedeutet, dass das Material bereits recycelt wurde und daher den Recycling-Kreislauf durchlaufen hat. Recycelbar bedeutet, dass das Material an sich recycelt werden kann. Wir geben euch ein Beispiel: Derzeit sind die Folien, die für die Getränketrays verwendet werden, recyclebar, aber noch nicht aus recyceltem Material. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, auch hier künftig nicht nur recycelbare, sondern auch recycelte Materialien zu verwenden.

PET-Granulat - hergestellt aus alten Flaschen, Ausgangsmaterial für neue Flaschen.

© Martin Steiger

Mit Glasflaschen fährt man besser als mit PET-Flaschen.

Bei der Erstellung eines Vergleichs von ökologischen Faktoren zwischen zwei verschiedenen Verpackungen spielen drei Gesichtspunkte eine Rolle.

1. Die Umlaufzahl bei Mehrwegverpackungen – also wie oft kann eine Flasche wieder befüllt werden, bevor sie an Qualität verliert, nicht mehr geeignet ist und wiederverwertet werden muss.

2. Die Recyclingquote bei Einwegverpackungen – also wie viele Flaschen werden wieder über Sammelsysteme dem Kreislauf zugeführt

3. Wie groß ist die Transportentfernung - also wie weit wird die befüllte Flasche zum Konsumenten bzw. im Falle von Mehrweg die leere Flasche zum Abfüller wieder zurück transportiert. Wer in die linke Hand eine 1 Liter-PET-Flasche und in die rechte Hand eine 1 Liter Glasflasche nimmt, wird unschwer erkennen, dass die Glasvariante um einiges schwerer ist. Hochgerechnet auf einen LKW voller Flaschen lässt sich auch ohne Fachkenntnis erahnen, dass die CO2-Bilanz von PET positiver ausfällt. Grundsätzlich lässt sich sagen, je länger die Transportwege, desto mehr spricht für PET-Flaschen.