Die Österreichisch-Amerikanische Gesellschaft hat einen neuen Präsidenten und will gemäß der Coca-Cola-Philosophie „Miteinand“ die gemeinsamen Stärken und Interessen zwischen den USA und Österreich auf allen gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Ebenen ausbauen. Gelingen soll das mit frischem Spirit, frischen Räumlichkeiten und handfesten Argumenten.

Es gibt da diese Sehnsuchtsorte. Spricht man ihren Namen laut aus, dann löst das unbewusst den Wunsch aus, den Pass aus der Schublade zu holen, die Reisetasche zu packen und sich in den nächsten Flieger, Bus oder Zug zu setzen. Die Sehnsucht nach einem solchen Ort ist kompromisslos, Verklärungseffekte sind nicht zu leugnen. „Amerika“ war lange Zeit ein solcher Sehnsuchtsort. Das begann im 19. Jahrhundert, als Migranten aus aller Herren Länder auf gewaltigen Dampfern in die Vereinigten Staaten strömten und beim Anblick der Freiheitsstatue eben dieses Wort flüsterten: „Amerika.“ In der Nachkriegszeit änderte sich die Art der Sehnsucht, nicht aber die Strahlkraft der USA. Kino, Kaugummi und Kultgetränke wie Coca-Cola wurden zu Symbolen des American Way of Life. Schließlich etablierten sich die USA in der rauen Welt des Kalten Krieges als Schutzmacht des Westens.

Neuer Präsident

Dass – auch in Österreich – der Blick auf die USA zuletzt nicht mehr ganz ungetrübt war, stellt kein Geheimnis dar, weshalb es aus Sicht von Philipp Bodzenta „gerade jetzt unerlässlich ist, die informellen Beziehungen zwischen Österreich und der nach wie vor größten Wirtschaftsmacht der Welt so gut wie möglich zu pflegen.“ Genau deshalb hat der Director Public Affairs & Communications von Coca-Cola Central Europe im vergangenen Jahr den ehrenamtlichen Vorsitz der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft (ÖAG) übernommen.

Die Skyline von Wien - zwar nicht so großdimensional wie jene von New York, aber mindestens so schön.

© DenisTangneyJr

Den Neustart der ÖAG begrüßt nicht zuletzt Außenminister Alexander Schallenberg: “Gerade in politisch und wirtschaftlich bewegten Zeiten ist es wichtig, eine Organisation zu haben, die allen Bereichen der internationalen Kooperation Aufmerksamkeit gibt. Das war und wird eine der Hauptaufgaben der ÖAG sein. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.“ Und US-Botschafter Trevor Traina beglückwünscht die ÖAG zum bisher Erreichten: „Die ÖAG eine wichtige Säule des bilateralen Engagements. Wir danken allen Funktionärinnen und Funktionären für ihre Bemühungen um das wechselseitige Verständnis zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Österreich. Ich wünsche der ÖAG alles Gute für einen erfolgreichen Relaunch und freue mich auf weitere produktive Zusammenarbeit!“

Vielfältige Interessen

Die Gesellschaft selbst wurde1946 gegründet und ist somit die älteste zwischenstaatliche Gesellschaft des Landes. „Das ausdrückliche Ziel ist der interkulturelle Austausch zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Republik Österreich. Die Gesellschaft fungiert als ‚Meeting-Point‘ all jener, die Interesse an den speziellen Besonderheiten des “American Way of Life” haben“, so der ÖAG-Präsident.

Was den Österreichern die Alpen, sind den Amerikanern die  Rocky Mountains.

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Dazu werden regelmäßig Veranstaltungen sowie Treffen aus den Bereichen Kultur, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport, Medien etc. organisiert. „Speziell in der Zeit bis zur amerikanischen Präsidentenwahl wird es zahlreiche Diskussions- und Informationsevents geben, die alle Bereiche, die auch für Österreich von Interesse sind, miteinbeziehen“, sagt Bodzenta. „Wir wollen als Schnittstelle zwischen Kultur, Sport, Politik und Wirtschaft fungieren.“
Um all das zu erreichen hat sich die ÖAG im Sommer 2019 sowohl personell, als auch von der eigenen Infrastruktur her neu aufgestellt. Die operativen Agenden wurden in der Funktion des Generalsekretärs durch Rainer Newald übernommen, das Präsidium wurde mit Nina Kaiser, Gründerin des 4Gamechanger Festivals, und Christian Horak, Partner EY Österreich verstärkt.

 Ab Herbst 2019 erstrahlt nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Niederlassung in Wien in neuem Glanz. Veranstaltungen und Diskussionsrunden zu aktuellen Themen werden Mitgliedern und Gästen die Möglichkeit geben, in entspanntem Rahmen zusammenzukommen.

Starke Partner, starke Argumente

Wie wichtig es ist, die österreichisch-amerikanischen Beziehungen zu pflegen, zeigt sich nach einem Blick auf ein paar ökonomische Kennzahlen. Denn obwohl die beiden Hauptstädte durch 7.126 Kilometer Luftlinie getrennt sind, hat sich der Außenhandel mit den Vereinigten Staaten in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt und im Vorjahr einen Rekordwert von 10,6 Milliarden Euro erreicht. Damit bleiben die Staaten nach Deutschland die zweitwichtigste Exportdestination Österreichs. Der Handel mit den USA wird also zu einem immer wichtigeren Konjunkturmotor.

Seit 90 Jahren Wirtschaftsfaktor & Jobmotor

Doch nicht nur der Handel mit den USA erhöht den Wohlstand in Österreich. US-Unternehmen, wie Coca-Cola leisten seit der ersten Abfüllung 1929 in Vorarlberg einen beachtlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Kraft der Republik: So werden seit 2013 jährlich rund 490 Millionen Liter Getränke im Produktions- und Logistikzentrum im burgenländischen Edelstal produziert. Dabei greift Coca-Cola auf österreichische Rohstoffe und Dienstleistungen im Wert von 139 Millionen Euro zurück. In den vergangenen Jahren hat Coca-Cola rund 75 Millionen Euro in Edelstal investiert.

Was Österreicher und Gäste schätzen: Idylle in Österreichs Bergen.

© DenisTangneyJr

Insgesamt trägt das Coca-Cola System 774 Millionen Euro pro Jahr zum Bruttoinlandsprodukt bei. Das jährliche Steueraufkommen beläuft sich auf 391 Millionen Euro. Damit könnten die Ausbildungskosten von 33.000 Studierenden finanziert werden. Etwa 1.000 Menschen arbeiten derzeit direkt bei Coca-Cola in Österreich. Der Beschäftigungseffekt liegt bei fast 12.000 Stellen. Das bedeutet, dass jeder Arbeitsplatz im Coca-Cola System elf weitere Stellen in der österreichischen Wirtschaft sichert. „Bessere Beispiele für ein gelungenes Zusammenwirken zwischen den USA und Österreich lassen sich nur schwer finden“, fasst der Präsident der Österreichisch Amerikanischen Gesellschaft zusammen.