Das burg.ring1 am – nona – Burgring 1 in Wiens Innenstadt ist nicht nur abends durch die Leuchtschrift ein Blickfang. Auch unter Tags lädt das außergewöhnliche Ambiente und das wohl ausgesuchte Speisen- und Getränkeangebot zum Besuch ein. Wir haben mit dem Betreiber Alan Bandini darüber gesprochen, was ein gutes und somit auch sein Lokal ausmacht.

Es gibt viele Faktoren, die ein Lokal zu einem guten Lokal machen. „Es muss alles zusammenpassen – der Standort, das Speisen- und Getränkekonzept und natürlich auch das Ambiente, „so Alan Bandini, „das allerwichtigste ist aber, beim Service Top-Qualität abzuliefern.“ Der 45-Jährige Vollblut-Gastronom ist in der Tourismusbranche aufgewachsen, der Papa führte drei Hotels in Jesolo, die Mutter war Reiseleiterin. Entsprechend früh war der berufliche Weg für Alan vorgezeichnet.

Alan Bandini - Top-Gastronom und Betreiber des BurgRing1.

© Leonie Buchegger

Wer sein burg.ring1 gegenüber dem Mozartdenkmal betritt, wird vom Look & Feel überrascht und vielleicht sogar überwältigt sein. Die fünfeinhalb Meter hohen Wände wirken roh, aber wohlig warm, die Möbel kommen aus dem Antiquitätenladen, sei es die Kredenz, die an Omas Küche erinnert oder das gemütliche Sofa. Obwohl bunt zusammengestellt, wirkt trotzdem alles harmonisch und vermittelt gemütlichen Flair. „Als wir das Lokal vor rund sieben Jahren geplant haben, dachten wir zunächst an ein schmuckes Design-Konzept. Das haben wir aber schnell wieder verworfen, weil es nicht gelebt hätte. So sind wir dann bei diesem außergewöhnlichen Konzept, das ich gerne als urban-schick bezeichne, gelandet.“

Die Neuinterpretation des Wiener Kaffeehauses

Der Erfolg gibt dem gebürtigen Italiener Recht. Doch wie sonst auch, ist Optik nicht alles. Sie muss mit der Auswahl an Speisen und Getränken und auch dem Service zusammenpassen. „Wir sehen uns als Neuinterpretation des Wiener Kaffeehauses.“ Ein Blick auf die Speisekarte verrät, das österreichische Klassiker wie Frankfurter, Wiener Schnitzel oder Gulasch darauf zu finden sind. „Ganz ehrlich, ich bin zwar aus Italien, aber die Stadt braucht nicht noch eine Pizzeria. Die heimische Küche ist auch das, was Stammgäste und Touristen suchen“, ist sich der Profi-Gastronom sicher. Wo Bandini Schwächen in der rot-weiß-roten Kulinarik sieht, sind warme und kalte Vorspeisen. Aus dem Grund bedient er sich hier der internationalen Küche wie der französischen. „Wir sind in der Nähe der Burg und die Habsburger waren schon immer frankophil, warum soll sich das nicht in unserer Karte widerspiegeln.“

„Die Auswahl der Getränke ist enorm wichtig!“

                Alan Bandini


„Die Gäste schätzen es sehr, wenn sie Getränke auf der Karte finden, die sie kennen, denen sie vertrauen. Vor allem, wenn es um Coca-Cola geht, mit dem jeder etwas verbindet“, so Bandini zur Wichtigkeit der Getränkekarte. Er persönlich erinnert sich gerne an seine Kindheit zurück, als er mit seiner Mutter in ihrem Job als Reiseleiterin unterwegs war und sich von jedem dieser Ausflüge eine Getränkedose mit nach Hause nehmen durfte. „Dabei war auch die eine oder andere Coca-Cola Dose in verschiedenen Variationen mit dabei. Leider habe ich die Sammlung nicht mehr.“ Bei den Getränken verzichtet Bandini auf Experimente. „Unser Auftritt ist im gesamten sicherlich individuell, aber bei der Auswahl der Softdrinks setzen wir auf Kontinuität und gewohnte Qualität, die uns Coca-Cola mit seinen Produkten liefert.“ Wichtig ist für ihn auch das Service seitens Coca-Cola. Mit Barbara Infanger, der für ihn zuständigen Gebietsverkaufsleiterin bei Coca-Cola HBC Österreich, pflegt er ein sehr gutes Verhältnis. „Sie hat immer ein offenes Ohr für meine Anliegen und natürlich auch umgekehrt. Wenn Barbara mir ein neues Produkt wie beispielsweise Kinley Kräuter Kracherl präsentiert, bin ich sehr interessiert, auch, wenn unsere Bar aus Mangel an Platz das Sortiment doch einschränkt.“

Cafe, Restaurant, Bar - das BurgRing1 ist wandelbar.

© Leonie Buchegger

Was Bandini an Coca-Cola noch schätzt, ist die Regionalität, letztendlich werden im Produktions- und Logistikzentrum in Edelstal im Burgenland jährlich rund 500 Millionen Liter Getränke für den heimischen Markt produziert. Das Bekenntnis zu Regionalität zieht sich beim Gastronomen auch durch die Speisekarte. „Ich versuche, Produkte aus der unmittelbaren Region und bei Weinen aus Europa zu beziehen. Man wird bei mir kein Rindfleisch aus Argentinien oder Weine aus Australien finden. Das ist nicht nachhaltig.“

"Österreicher können nicht Bar"

So sehr Bandini Österreich, seine Küche, seine Hauptstadt, seine Regionen und seine Produkte liebt, eines muss er dem Land und seiner Gastronomie allerdings absprechen. „Österreich und Wien hat keine Barkultur. Es gibt die Schank, das Beisl, aber eine gute Bar, wie wir sie aus meiner italienischen Heimat beispielsweise aus dem Raum Venezien kennen, mit guten Cocktails, Tramezzini usw. gibt es hier nicht.“ Aus diesem Grund beinhaltet das Gastro-Konzept des burg.ring1 auch einen Bar-Aspekt. „Wir haben die Bar bewusst in den Eingangsbereich platziert, weil sie abends schön beleuchtet das Bar-Flair einladend vermittelt. Die Gäste kommen gerne auf einen Absacker vorbei, lassen den Abend bei uns ausklingen oder feiern mit ausgezeichneten Cocktails einen erfolgreichen Tag.“

Das BurgRing1 besticht nicht nur durch seine Karte und sein ausgezeichnetes Service, sondern auch durch sein ungewöhnliches Interieur.

© Leonie Buchegger

Alan Bandinis burg.ring1 zeigt, wie wandelbar ein Lokal den Tagszeiten entsprechend sein kann. Und die Gäste dürfen sich freuen. Bandini hat bereits das nächste Gastro-Projekt am Laufen. „Bis dahin dauert es aber noch ein wenig.“ Eines ist aber jetzt schon sicher: Auf der Karte wird Coca-Cola zu finden sein, denn hier macht der Profi keine Experimente.