Das Genussmittel Tee wird erst jetzt richtig entdeckt – als Begleiter zum Essen und als Zutat in der Küche. Tee ist mehr als 5.000 Jahre alt und somit älter als der Zaubertrank des Miraculix aus Gallien. Um seine Entdeckung ranken sich fast ebenso viele Abenteuer wie um Asterix und Obelix, die Gefährten des Druiden. Neben Wasser ist Tee seit Jahrtausenden das am meisten konsumierte Getränk der Welt.

Bereits um 2700 vor Christus soll ein chinesischer Kaiser die erste zufällig entstandene Tasse Tee als Aufputschmittel genossen haben. Der von einer langen Reise ermüdete Herrscher soll der Legende nach sein Wasser aus Hygienegründen abgekocht haben. Dabei fiel ein getrocknetes Blatt des Camellia Sinensis Strauchs in die Tasse. Den Kaiser überraschte der Duft, er probierte das heiße Getränk und erfreute sich am köstlichen Geschmack. Die aufmunternde Wirkung schien ihn so begeistert zu haben, dass der den Strauch kultivierte, um regelmäßig Tee genießen zu können.

Tee gibt es in verschiedenen Variationen.

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Die heute erhältlichen verschiedenen Schwarzen und Grünen Tees – aber auch Weiße, Gelbe und Oolong Tees stammen alle von dieser Ursprungspflanze, dem Cameallia Sinensis Strauch, ab. Der Unterschied liegt in der Zubereitungsart. Die Sorten- und auch Geschmacksvielfalt von Tee entstehen durch Unterschiede in Temperatur, Niederschlag, Bodenbeschaffenheit und Höhenlage der Anbaugebiete.

Der Siegeszug des Tees begann rund 450 nach Christus, als das heiße Getränk von buddhistischen Mönchen als Genuss- und Heilmittel in Massen verbreitet wurde. Tee ist wie ein kleiner Zaubertrank, da er viele Wirk- und Heilstoffe beinhaltet.

Eine kleine Teekunde

Rund 4,7 Millionen Tonnen Tee werden weltweit jedes Jahr produziert. Der Konsum von Tee wächst, es ist nach Wasser das meist konsumierte Getränk der Welt.

Tee wächst rund um die Welt, darf sich aber nicht zu weit vom Äquator entfernen. China und Indien produzieren jeweils rund ein Drittel der Welternte, gefolgt von Kenia und Ceylon. Viele weitere Länder bauen Tee an, jedoch in eher geringen Mengen, so dass er hauptsächlich für den Eigenbedarf genutzt wird. Dazu zählen unter anderem Argentinien, Brasilien, Türkei, Korea, Thailand, Australien und auch einige Überraschungskandidaten wie Korsika, Mexiko, USA, Cornwall und winzige Mengen wachsen auch in der Toskana.

Tee macht eine lange Reise vom Teegarten bis in die Tasse. Jeder einzelne Schritt ist von hoher Bedeutung für die Qualität. Tee wird gepflückt, gewelkt, teils geröstet oder gedämpft, fermentiert, getrocknet, sortiert, verpackt und verschifft. Die Unterschiede in Farbe und Geschmack des fertigen Tees ergeben sich im Wesentlichen durch die Verarbeitung der Blätter.

Als das Land mit der bedeutendsten Teekultur gilt England. Der berühmte „Tea time“ nachmittags wird dort zelebriert, wie sonst nirgendwo auf der Welt. Doch wie wir seit „Asterix bei den Briten“ wissen, hat erst Miraculix den Tee auf die Insel gebracht. Bis dorthin haben die Briten einfach heißes Wasser getrunken - je nach Geschmack mit einem Schuss Milch. :-)