Dass Sport sprachliche, gesellschaftliche, religiöse und kulturelle Grenzen überwinden kann, zeigen zahlreiche Projekte, die österreichweit von verschiedenen Vereinen und Institutionen durchgeführt werden und das Miteinander fördern. Die besten dieser Bemühungen werden im Rahmen des Integrationspreis Sport vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) ausgezeichnet. Projekte können noch bis 14. November eingereicht werden. Wir haben mit Kim Izdebski, Leiterin des Team ZUSAMMEN:ÖSTERREICH im ÖIF, gesprochen.

Was ist der Integrationspreis Sport?

Mit dem Integrationspreis Sport 2018 werden innovative Sportprojekte ausgezeichnet, die das Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund fördern und Migrantinnen und Migranten beim Einstieg in österreichische Sportvereine unterstützen. Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) vergibt die Auszeichnung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA), dem Bundesministerium für öffentlichen Dienst und Sport (BMöDS) und der Österreichischen Bundes-Sportorganisation (BSO). Coca-Cola Österreich unterstützt den Preis als Sponsor.

Wer kann wie mitmachen und welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Einreichen können alle Personen ab dem 18. Lebensjahr, die selbst an einem Sport-Integrationsprojekt beteiligt sind oder dieses organisieren. Ziel der eingereichten Projekte soll sein, die Integration von Migrantinnen und Migranten in die österreichische Sportlandschaft und das Zusammenspiel von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu fördern. Die Ausschreibung des Integrationspreises Sport 2018 läuft noch bis 14. November 2018. Details zur Ausschreibung gibt es unter www.sportpreis.at.

Kim Izdebski, Leiterin des Team ZUSAMMEN:ÖSTERREICH im ÖIF.

© Felicitas Matern

Gibt es Projekte, die auch euch als Profis, die seit Jahren mit der Thematik zu tun haben, noch sehr beeindrucken?

Die Siegerprojekte aus den vergangenen Jahren haben uns immer wieder mit ihrer Originalität und ihrem aktiven Engagement für die Gesellschaft begeistert und neue Herangehensweisen für die Integration im Sportbereich aufgezeigt. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns das Sportangebot „Let’s break the ice“ der Caritas Steiermark, einer der Preisträger 2017. Über 100 Kindern und Jugendlichen mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund wurden durch bspw. wöchentliches Eislaufen, Ski- bzw. Snowboard-Wochenenden oder Rodeltage klassische österreichische Sportarten nähergebracht.

Worum kümmert sich der Österreichische Integrationsfonds sonst noch?

Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) ist ein Fonds der Republik Österreich. Im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags bietet der ÖIF bundesweit Beratung, Werte- und Orientierungskurse sowie Deutschkursfördermaßnahmen für Asylberechtigte, subsidiär Schutzberechtigte und Menschen mit Migrationshintergrund in seinen Integrationszentren an. Die Initiative ZUSAMMEN:ÖSTERREICH besucht regelmäßig mit ehrenamtlichen Integrationsbotschafterinnen und -Botschaftern Schulen und Vereine, um Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund zu motivieren, ihre Chancen in Bildung, Beruf und Gesellschaft zu nutzen. Nähere Infos zur Buchung eines Schulbesuchs findet man unter www.integrationsfonds.at.

Was kann jeder für Integration tun?

Integration ist keine Einbahnstraße und kann nur funktionieren, wenn jede und jeder sich aktiv in die Gesellschaft einbringt und Verantwortung übernimmt. Neben Integrationsangeboten der Aufnahmegesellschaft braucht es seitens der Zuwanderinnen und Zuwanderer die Bereitschaft sich auf die Gesellschaft hierzulande einzulassen, Integrationsangebote aktiv wahrzunehmen und sich auch mit in Österreich gelebten Grundwerten wie der Gleichberechtigung von Mann und Frau, der Meinungsfreiheit, oder der Demokratie zu identifizieren.