Ein Grund dafür, warum bei uns Jahr für Jahr hunderte Menschen ihre Projekte einreichen, ist bestimmt unser über Jahre aufgebautes und dichtes Experten-Netzwerk. Und einen dieser Experten und Wegbegleiter des Get active Social Business Awards stellen wir euch hier näher vor.

Weltweite Entwicklungshilfe

Schon im jungen Alter von 20 Jahren hat Otto Hirsch den Malereibetrieb seiner Familie übernommen - gegründet wurde dieser 1892 von seinem Urgroßvater in Leonding. Seitdem hat er es sich zum Ziel gemacht, neben seiner wirtschaftlichen Tätigkeit so vielen Menschen wie möglich zu einem sorgenfreieren Leben zu verhelfen. So sind weltweite Hilfsprojekte entstanden, wie etwa ein 1990 in Rumänien gegründetes Kinderdorf für Kinder mit Behinderungen oder die großflächige Entwicklungshilfe in Nairobi, Kenia.

Hope for Future

Mit dem Projekt „Hope for Future" hat sich Hirsch in Korogocho, einem der größten Slums in Nairobi, für den Bau einer Fußballakademie, einer Schule und einer Bäckerei eingesetzt. So sollen junge Menschen im Slum eine Perspektive auf eine Zukunft außerhalb der schwierigen Verhältnisse bekommen. In der „African Angels Bakery" werden Jugendliche vor Ort ausgebildet. Die nahegelegene Damascus-Schule wiederum wird täglich mit frischem Brot versorgt und der Erlös daraus fließt in die Ausbildung der angehenden BäckermeisterInnen. Einheimische verkaufen die Waren zusätzlich als Fahrradverkäufer und auf Märkten - somit wurde ein Projekt geschaffen, welches Geschäftstätigkeiten im Slum ermöglicht und mehrere Generationen unterstützt.

Unterstützung im eigenen Land

Natürlich setzt sich Otto Hirsch auch für benachteiligte Menschengruppen in seiner Heimat Österreich ein. Unter anderem mit seinem jahrelangen Engagement als Mitglied des Advisory Boards beim Get active Social Business Award. Wir haben ihm im Zuge der Vorbereitung auf den GASBA 2019 ein paar Fragen gestellt und bedanken uns für seine kostbare Zeit.

 

In welchen sozialen Bereichen in Österreich sehen Sie viel Potential für junge Gründer?

In der Jugend- und Seniorenbetreuung.

 

Wen würden Sie gerne persönlich kennenlernen?

Anna Netrebko.

 

Wer war Ihr Vorbild, als Sie ein kleiner Junge waren?

Mutter Theresa.

 

Welches Buch können Sie anstrebenden Gründerinnen empfehlen?

Notker Wolf: "Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein."

 

Auf welches Wissen, das Sie sich bei den Pfadfindern angeeignet haben, greifen Sie noch heute zurück?

Teamfähigkeit, Führen von Gruppen, Vorbereitung von Großveranstaltungen, soziale Verantwortung.


Welchen Ratschlag können Sie jungen Entrepreneurs geben?

Träume den Traum, den du leben möchtest – ohne Kompromisse – und er wird gelingen.


Auf welches Projekt sind Sie ganz besonders stolz?

Jedes Projekt ist einmalig und eine persönliche Bereicherung, noch dazu, da sie in zeitlicher Abfolge von 1990 bis jetzt stattgefunden haben. Ich kann daher keine Reihung vornehmen. Sehr beschäftigt mich natürlich das Friedensdorf MIR, weil dieses Projekt seit Übergabe 1996 noch immer als Vorbild für die Behindertenarbeit in Kroatien gilt.