Am 12. Juli 1998 hat er sie das erste Mal in Händen gehalten. Im Stade de France im Pariser Vorort Saint-Denis. Rund 20 Jahre später wird er es wieder tun. Dieses Mal im Rathaus in Wien. Christian Karembeu, Frankreichs Weltmeister von 1998, wird die Coca-Cola FIFA World Cup™ Trophy Tour im Vorfeld der WM in Russland begleiten und beim Stopp am 11. Februar in Österreich mit dabei sein.

Es ist nur Staatsoberhäuptern und Spielern sowie Trainern von Weltmeisterschaften vorbehalten, die FIFA WM-Trophy™ mit bloßen Händen zu berühren. Wie sich der mit 18karätigem Gold hergestellte Pokal anfühlt, weiß Christian Karembeu sehr gut. Der 47-Jährige war Teil jener großen französischen Mannschaft, die 1998 bei der FIFA Weltmeisterschaft™ im eigenen Land den Titel eroberte. Der Defensivstratege kam dabei auch im Endspiel zum Einsatz und bejubelte den klaren 3:0-Erfolg über Brasilien. Mittlerweile begleitet er die Coca-Cola FIFA World Cup™ Trophy Tour und bringt so die Top-Trophäe des Fußballs zu Millionen Fans weltweit. Am 11. Februar landet der ehemalige Real Madrid-Star mit dem FIFA WM-Pokal™ in Schwechat und präsentiert ihn im Wiener Rathaus den rot-weiß-roten Fans.

Karembeu (v.l.) mit seinen erfolgreichen Teamkollegen rund um Zidane, Deschamps & Co.

Lutz Bongarts/Bongarts/Getty Images

Begleiter der Coca-Cola FIFA World Cup™ Trophy Tour

Karembeu begleitet die Tour nicht zum ersten Mal. Auch im Vorfeld der FIFA WM in Südafrika™ vor vier Jahren jettete er im Coca-Cola FIFA World Cup™ Trophy Tour-Flieger um die Welt und besuchte dabei unter anderem Neukaledonien. Keine Angst, es handelt sich hier um keinen Geografietest, deswegen gibt es eine kleine Nachhilfe. Neukaledonien ist eine zu Frankreich gehörende Inselgruppe im südlichen Pazifik, vor der Nordküste Australiens gelegen. Dort wurde Christian Karembeu 1970 geboren. Ende der 1980er-Jahre übersiedelte er nach Nantes zum dort ansässigen FC und startete seine beeindruckende Profi-Karriere. Auf Karembeus Konto stehen neben dem bereits erwähnten Weltmeistertitel 1998 auch der EM-Titel zwei Jahre danach, der Confederations-Cup 2001 sowie 1998 und 2000 mit Real Madrid die UEFA Champions League, um nur die internationalen Erfolge aufzuzählen.

„Für uns ist alle ein Traum in Erfüllung gegangen. Wir jubelten gemeinsam und fielen uns in die Arme, wir gratulierten uns gegenseitig.“

Mittlerweile ist Karembeu FIFA-Botschafter für Ozeanien und versucht, den Fußball in seiner ursprünglichen Heimat weiter zu entwickeln. Neukaledonien ist seit 2004 Mitglied der FIFA und versucht seit 2006, sich für FIFA Weltmeisterschaften™ zu qualifizieren.

Karembeus erste Begegnung mit dem begehrten Pokal 1998.

Bob Thomas/Getty Images


Der große Moment der Pokalübergabe

An den größten Moment seiner Karriere erinnert sich Karembeu natürlich gerne zurück, vor allem die Schlussphase des Spiels: „Es waren unglaublich intensive Minuten. Wir erwarteten den Schlusspfiff jede Sekunde. Und als es dann endlich soweit war, ist für uns alle ein Traum in Erfüllung gegangen. Wir jubelten gemeinsam und fielen uns in die Arme, wir gratulierten uns gegenseitig. Es war einfach einmalig.“ Trotz ausgeprägter Vorstellungskraft konnten sich Karembeu und seine Teamkameraden nicht ausmalen, wie es ist, den Pokal in Händen zu halten: „Als man uns dann endlich den Pokal übergab, waren wir natürlich schon überglücklich. Die Trophäe dann wirklich in Händen zu halten war unbeschreiblich. Niemand hatte sich vorstellen können, was das für ein Gefühl sein würde.“

Mittlerweile ist er im Berühren schon ein wenig routinierter, was er am 11. Februar in Wien beweisen wird. Aber man kann sich wohl sicher sein, dass es auch für ihn noch immer ein erhebendes Gefühl ist, die FIFA WM-Trophäe™ in Händen zu halten. Letztendlich sind nur die wenigsten von uns Weltmeister – oder Staatsoberhäupter.