Wenige Tage nach den ÖFB-Spielen in der EM-Qualifikation gegen Slowenien und Nordmazedonien wartet auf die Teamspieler von morgen am 15. und 16. Juni der große Auftritt beim Coca-Cola CUP Bundesfinale in der Fußballakademie Burgenland in Mattersburg. Wir haben mit ÖFB-Teamchef Franco Foda vorab über die Wichtigkeit solcher Turniere und über die Eindrücke, die die jungen Spielerinnen und Spieler sammeln sollen, gesprochen.

Herr Teamchef Foda, wie wichtig sind große Turniere für einen Fußballer? Gibt es da Unterschiede zwischen einem U12-Spieler und einem Profi?

Gerade in jungen Jahren ist es sehr wichtig, den Spaß und die Freude für das Spiel zu entwickeln und zu erhalten. Begeisterung und Zielstrebigkeit sind der Grundstein für den späteren Erfolg. Wenn auch die Ernsthaftigkeit mit zunehmendem Alter steigt, soll aber auch bei Profis noch immer die nötige Portion Spaß mit im Spiel sein. Nur so lassen sich Ziele, ob die nun WM, EM, Champions League oder Coca-Cola CUP heißen, erreichen. Der Coca-Cola CUP ist für viele der erste Höhepunkt in ihrer Karriere und für manche der erste große Titelgewinn. Bei allem Ehrgeiz sollte aber immer noch der Spaß am Fußball im Vordergrund stehen. Das ist das, was in diesem Alter am meisten zählt.

"Ob kleiner Erfolg mit der Teilnahme oder großer Triumph mit dem Gewinn des Coca-Cola CUPs – was im Mittelpunkt steht ist das Miteinander mit den Mitspielern, den Betreuern und natürlich den Fans und Familie."
                  ÖFB-Teamchef Franco Foda

Was sollen die Spielerinnen und Spieler bei solch einem Turnier besonders genießen?

Die Spielerinnen und Spieler sollen solch ein Turnier als Chance sehen, wertvolle Erfahrungen zu sammeln – sowohl für sich selbst, als auch als Team. Ob kleiner Erfolg mit der Teilnahme oder großer Triumph mit dem Gewinn des Coca-Cola CUPs – was im Mittelpunkt steht ist das Miteinander mit den Mitspielern, den Betreuern und natürlich den Fans und Familie. Philipp Lienhart – er hat 2008 mit dem SK Rapid den Coca-Cola CUP gewonnen – zeigt, dass der Weg von diesem ersten Karrierehighlight sehr weit führen kann. Ich bin mir sicher, dass auch in diesem Jahr der eine oder andere künftige Teamkandidat beim Coca-Cola CUP mit dabei ist.

Welche besonderen Aufgaben warten auf die Betreuer bei so einem Turnier?

Für viele ist es der erste Auftritt vor so einer großen Kulisse. Ganz klar, dass hier der Puls in die Höhe geht. Für die Trainer ist es wichtig, diese Nervosität in positive Energie zu verwandeln. Die Coaches müssen den Spielerinnen und Spielern vermitteln, die Atmosphäre zu genießen und sie nicht als Belastung zu spüren. Wenn dazu noch die richtige Mischung aus Ehrgeiz und Siegeswille sowie Spaß und Freude gefunden wird, steht einem erfolgreichen Abschneiden nichts im Wege. Gleiches gilt genauso für den Profibereich.

Alle Ergebnisse der Coca-Cola CUP-Landesturniere unter www.fussballoesterreich.at