Worum geht’s beim Get active Social Business Award? 

Im heurigen Jahr steht der Get active Social Business Award im Zeichen der Umwelt & des Recyclings, der Gleichstellung von Frauen, sowie gesellschaftlicher Inklusion. Bereits zum 12. Mal rufen die Sponsoren und Gründer der Initiative – Coca-Cola, Der Standard und das NPO und SE Kompetenzzentrum der WU Wien – dazu auf, sozialunternehmerisch aktiv zu werden. Teilnehmen kann jeder: Unternehmen, Nonprofit-Organisationen, Gruppen von engagierten Menschen und ambitionierte Einzelpersonen. Im Laufe des Wettbewerbs müssen die Ideen in Form eines Businessplans (siehe auch Kriterien) umsetzungsreif ausgearbeitet werden. Auf Basis dieses Plans wählt ein Entscheidungsgremium mithilfe von klar definierten Beurteilungskriterien die förderungswürdigsten Projekte im Gebiet Social Entrepreneurship aus, die dann mit einer kräftigen Finanzspritze unterstützt werden. Der Get active Social Business Award leistet auch einen aktiven Beitrag zur globalen Initiative 5by20, bei der 5 Mio. Frauen in der globalen Wertschöpfungskette von Coca-Cola bis 2020 unternehmerisch tätig werden sollen sowie World Without Waste, wobei sich Coca-Cola das Ziel gesetzt hat bis 2030 für jede verkaufte Flasche oder Dose auch eine Verpackung zu sammeln und recyceln.

Social Entrepreneurs brauchen Starthilfe

Coca-Cola Österreich feiert seinen 89. Geburtstag, daher wird ein Startkapital von € 89.000,- in Form von Geld- und Sachleistungen vergeben. Außerdem wird mit Expertencoachings ein erfolgreicher Ablauf des Projekts ermöglicht. Der genaue Split der Geld- und Sachleistungen wird am Workshop-Wochenende in Stegersbach bekanntgegeben. Jene Unterstützungsleistung ist als „Social Venture Capital“ zu verstehen. Das bedeutet, dass keine Rückzahlung erwartet wird. Jedoch ist eine mögliche Fortführung der finanziellen Unterstützung möglich. Diese hängt von der Erreichung evaluierter Zwischenziele nach einer vereinbarten Zeitspanne ab. 

Das Thema 2018: Umwelt & Recycling, Gleichstellung von Frauen, und gesellschaftliche Inklusion

Egal ob es die Idee zur Reduktion von Plastiksackerln ist, eine günstige und umweltschonende Art der Stromgewinnung, ein Projekt um Frauen im Beruf und im Alltag aber auch in der Politk eine stärke Stimme zu geben oder ein Vorschlag für ein lebenswerteres Miteinander: alle, die sich eine bessere Zukunft wünschen und eine Idee zur Umsetzung präsentieren können, sind zur Teilnahme eingeladen.

Alle Projekte und Projektideen, die die Umwelt, die Gleichstellung von Frauen, und die soziale Inklusion von ausgrenzungsgefährdeten Gruppen in Österreich fördern, können beim Get active Social Business Award 2018 eingereicht werden. Darüber hinaus gibt es inhaltlich keinerlei Beschränkungen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Dabei kann es sich um die Weiterentwicklung eines bestehenden Projektes handeln oder um völlig neue Ideen mit Start-Up-Charakter. 

Hier geht es zum Einreicheformular für den Get active Social Business Award.

Inspiration gefällig? Diese innovativen Ideen im Social Entrepreneurship haben schon gewonnen.

Ein Blick auf die Preisträger der letzten Jahre zeigt wie kreativ, bunt und vielfältig förderungswürdige Projektideen aussehen können. Ganz gleich, ob sie von Einzelpersonen oder etablierten Non-Profit-Organisationen entwickelt wurden. Die letztjährigen Gewinner Discovering Hands werden in den heurigen Sujets des Get active Social Business Awards geehrt. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, blinden Frauen eine neue Berufswahl zu ermöglichen, indem sie zu medizinischen Tastuntersucherinnen ausgebildet werden und so zur frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs beitragen. Daher ist "Get Active" dieses Mal unter anderem auch in Brailleschrift zu lesen und zwei Paar Hände formen das A und V der Grafik.

Get active Social Business Award Gewinner Discovering Hands
Get active Social Business Award Gewinner Gabarage
Get active Social Business Award Gewinner Vollpension
Get active Social Business Award Gewinner Nachbarinnen in Wien

Klare Kriterien für eine faire Entscheidung.

Die Ausschreibung richtet sich an Social Entrepreneurs – Einzelpersonen oder Organisationen (Unternehmen und Non- Profit-Organisationen, ausgenommen Gebietskörperschaften und politische Parteien) – die mit methodisch innovativen und wirtschaftlich solide geplanten und budgetierten Projekten einen Beitrag zu Umwelt & Recycling, den Rechten von Frauen und sozialen Inklusion von benachteiligten Menschen leisten.

Die 5 Hauptkriterien für die Auswahl des Preisträgers: 

  • Wirksamkeit:
    Wie groß ist der Beitrag des eingereichten Projektes zur Förderung der Umweltverbesserung, der Gleichstellung von Frauen und Männern und der sozialen Inklusion bei der benachteiligten Gruppe (armutsgefährdete Jugendliche, Menschen mit Behinderung, AsylwerberInnen, Alleinerziehende oder Langzeitarbeitslose)?
  • Effizienz:
    Wie wird mit den budgetierten Mitteln umgegangen und in welcher Relation stehen Investition und erwartete Wirkung?
  • Finanzierbarkeit:
    Wie realistisch ist der Finanzplan? 
  • Durchführbarkeit:
    Sind die geplanten Projektschritte und inhaltlichen Maßnahmen mit den gegebenen Ressourcen umsetzbar? 
  • Social Business Charakter:
    Wie weit kann sich die Projektidee nachhaltig selbst finanzieren?

Welche Projekte können eingereicht werden? 

Projekte, die sich mit dem Schutz der Umwelt und dem Thema Recycling, Gleichstellung von Frauen und sozialer Inklusion von benachteiligten Menschen jeglicher Art in Österreich befassen.

Ständig hört man von der Erderwärmung und vom Artensterben, doch nach wie vor scheint der Großteil der Menschen untätig zu sein. Der Bedarf an Verbesserungen ist hoch. Wir haben es jetzt in der Hand, wie es um unseren Planeten in der Zukunft steht. Wir sind die Generation von Menschen, die einen Unterschied machen muss. Alle Projekte die sich um eine Verbesserung unserer Umwelt bemühen, die nachhaltige Produkte erschaffen oder sich in irgendeiner anderen Form für eine saubere Zukunft einsetzen sind dafür genau richtig.

Auch wenn wir statistisch gesehen gesünder und sicherer denn je leben, wird es Frauen noch immer schwierig gemacht sich in der von Männern dominierten Welt durchzusetzen. Ob im Alltag oder im Beruf, unfaire Verhältnisse bedeuten für Frauen ein niedrigeres Gehalt für die selbe Arbeit, weniger Mitsprache in der Politik oder respektlose Behandlung von ihrem Umfeld. Wir suchen Social Entrepreneurs, die sich diesen Problemen annehmen und sich mit ihren Projekten für eine gerechtere Zukunft für Frauen einsetzen, egal ob das ein Modell zur Steigerung der Frauenquote in Wirtschaft und Politik ist oder eine Anlaufstelle für misshandelte Frauen. Wichtig ist, dass Frauen die in benachteiligten Verhältnissen leben eine Chance auf ein lebenswertes Leben bekommen.

Soziale Inklusion in allen Bereichen der Gesellschaft ist verwirklicht, wenn jede Person in ihrer Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben oder teilzunehmen. Das heißt natürlich nicht, dass es keine Unterschiede und Abweichungen mehr gibt – sie werden weiterhin bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder gar aufgehoben. Alle Menschen sollen sich in sämtlichen Lebensbereichen (Ökonomie, Soziales, Politik, Nachbarschaft, Individuelles, Geografisches und Gruppenzugehörigkeit) barrierefrei bewegen können, wobei die Barrieren auch im übertragenen Sinn abgebaut werden. Auf diese Weise sollen Strukturen geschaffen werden, in denen sich Menschen mit Besonderheiten einbringen und auf die ihnen eigene Art wertvolle Leistungen erbringen können. 

Im Zuge der Einreichung der Social Entrepreneurship Projekte gilt es zwei Leitfragen zu beantworten.

Wer ist die Zielgruppe des Projektes?

Die eingereichten Vorhaben müssen die oben angeführten Themen behandeln und konkrete Problemstellungen mit Lösungsvorschlägen präsentieren.

Laut dem aktuellen Umweltkontrollbericht der Umweltbundesamt sinken in Österreich zwar Treibhausgas-Emissionen und auch die Wasserqualität hält sich konstant qualitativ hochwertig. Das alles verdanken wir ambitionierten Zielen wie zum Beispiel bis Mitte dieses Jahrhunderts völlig ohne fossile Brennstoffe auszukommen. Trozdem gibt es auch Probleme, so wie etwa die immer weniger werdenden Nutzflächen oder die steigenden Stickstoffdioxid-Werte, besonders im städtischen Raum.

In der österreichischen Verfassung steht, dass Frauen und Männer die gleichen Rechte besitzen. Wie kann es dennoch sein, dass es selbst in einer modernen Zivilisation noch Ungleichheiten in jedem Lebensaspekt gibt? Es ist Zeit für eine Welt, in der Frauen ihre Berufe frei wählen können, sich nicht vor ihrem eigenen Partner fürchten müssen und sexuelle Übergriffe nicht mehr unter den Tisch gekehrt werden.

Nach jüngsten Erhebungen der Statistik Austria betrifft mangelnde Inklusion insbesondere Menschen mit psychischer, physischer oder kognitiver Behinderung, Flüchtlinge, Asylwerber, Drittstaatsangehörige, eingebürgerte ÖsterreicherInnen, arbeitslose sowie langzeitarbeitslose Menschen, Alleinerziehende, Familien mit drei oder mehr kleinen Kindern, Personen mit geringem Ausbildungsniveau und geringem Erwerbseinkommen, wohnungslose Menschen, Haftentlassene, Suchtkranke, etc. Diese gelten als mehrfach ausgrenzungsgefährdet.

Wie wird Umweltschutz, Gleichstellung von Frauen und Inklusion gefördert?

Die Umweltverschmutzung und gesellschaftliche Benachteiligung haben Ursachen. Umweltschutz ist ein Thema, das jeden Menschen auf der Welt betrifft und jeder sollte sich seiner individuellen Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation bewusst werden. Eine einzelne Person kann zwar eine gute Idee haben, an der Umsetzung müssen wir jedoch alle mithelfen. Außerdem sollen die eingereichten Projektideen dabei helfen, bestimmte Barrieren zu bekämpfen, die die soziale Inklusion der betroffenen Zielgruppe in die Gesellschaft hemmen oder gar verhindern: der Ausschluss vom Arbeitsmarkt beispielsweise, ökonomische Abgrenzung, eine institutionelle Exklusion, die Ausgrenzung durch soziale Isolierung, kulturelle und räumliche Exklusion und vieles mehr. 

Innovative Projekte

Das Projekt sollte möglichst originär und innovativ sein und darf in dieser Form noch nicht existieren. Allerdings kann ein Projekt auch dann innovativ sein, wenn Best-Practice-Maßnahmen aus anderen Ländern oder Regionen für die eigene Region adaptiert werden. 

Nachhaltige Projekte

Förderungswürdig sind insbesondere Projekte, die nachhaltige Hilfe anbieten. Das bedeutet vor allem, dass ein förderungswürdiges Projekt auch nach Verbrauch des Preisgeldes selbstständig und ausfinanziert weiterlaufen können muss. Die Ausfinanzierung darf nicht über öffentliche Stellen gewährleistet werden. Im Projektantrag ist deshalb zu begründen wie das Vorhaben dazu beitragen soll Umweltschutz und soziale Inklusion nachhaltig zu fördern und wie die Finanzierung auf eine nachhaltige private Basis gestellt werden kann.

Projekte, die bestehende Lücken schließen

Das eingereichte Projekt soll insbesondere dabei helfen Lücken im Zusammenhang mit Umweltschutz & Recycling und sozialer Inklusion in allen Bereichen der Gesellschaft zu schließen. In diesem Zusammenhang werden vornehmlich jene Projektideen gefördert, die auf Grund ihres innovativen und lückenfüllenden Charakters im Hinblick auf alternative Finanzierungsquellen benachteiligt sind (insbesondere durch die öffentliche Hand aber auch durch Quersubventionierungen aus der eigenen Organisation). 

Schritte während des GASBA18

bis 23.06.2018

Einreichung

Einreichung aller Projekte bis 23.06.2018. Hier geht's zum Einreicheformular!
16.07.2018

Projektauswahl

Auswahl von 5-12 Projekten für die Konkretisierung in Form der Projektpläne
31.08. – 02.09.2018

Workshop

Verpflichtender Workshop mit den ProjekteinreicherInnen: Unterstützung zur Ausarbeitung der Projektpläne.
29.09.2018

Businesspläne

Entwicklung und Einreichung der Businesspläne.

09.11.2018

Hearing

Hearing vor dem Advisory Board, Auswahl der Preisträger.


Ablauf der Einreichung 

Phase 1:

Sämtliche Projektideen im Social Entrepreneurship werden anhand eines standardisierten Dokuments in einfacher, kompakter Form eingereicht. Klicke hier, um das Einreicheformular herunter zu laden.

Das vollständig ausgefüllte Einreichformular wird elektronisch oder postalisch an folgende Adresse geschickt:

E-Mail: bianca.zaki@wu.ac.at
NPO und SE Kompetenzzentrum der WU Wien
z.H. Bianca Zaki
Campus WU
Welthandelsplatz 1, Gebäude D1, 2. OG, 1020 Wien 

Nach einem Screening durch das NPO und SE Kompetenzzentrum der WU Wien wählt eine unabhängige Jury aus allen Einsendungen maximal 12 Projektideen für den weiteren Prozess aus. 

Phase 2: 

Businessplan und Präsentation

Die bis zu zwölf ausgewählten Social Entrepreneurs nehmen am verpflichtenden, 2-tägigen Workshop zur Erarbeitung umfassender Businesspläne für die jeweiligen Projekte teil. Dabei erhalten sie umfassenden Input und kompetente Unterstützung von fachkundigen Vortragenden und Coaches der drei Initiatoren. Im Anschluss werden die Businesspläne erneut der Jury zur Begutachtung vorgelegt.

Die Vergabe der Geldmittel erfolgt schlussendlich auf Basis der Beurteilung der Businesspläne und einer Projektpräsentation vor einem Advisory Board, dessen Mitglieder eine Projektidee mit dem Get active Social Business Award 2018 auszeichnen.

Die konkrete Form der Finanzierung orientiert sich am Projektplan des Einreichers bzw. der Einreicherin und kann auch phasenbezogen in Tranchen erfolgen. 

Laufende Begleitung/Evaluierung

Das Siegerprojekt wird von Experten der Contrast EY Management Consulting und dem NPO und SE Kompetenzzentrum der WU Wien bei der Umsetzung der Projektidee gecoacht und evaluiert. Die Preisverleiher behalten sich das Recht vor, bei deutlichen Abweichungen vom Projektplan auch die Auszahlung offener Teilbeträge auszusetzen.

Details zum Businessplan

Die eingereichten Projekte werden nicht nur hinsichtlich ihrer sozialpolitischen Wirksamkeit beurteilt, sondern auch auf Basis wirtschaftlicher Kriterien. Dabei ist es wichtig, dass die Wirksamkeit (Effektivität), die Wirtschaftlichkeit (Effizienz), die Finanzierbarkeit und die Realisierbarkeit (Feasibility) des Projektes in einem Projektplan (Businessplan) nachvollziehbar vermittelt werden.

Dieser Businessplan sollte knapp und prägnant sein und darf maximal 20 Seiten umfassen. Folgende Gliederung ist verpflichtend einzuhalten:

  • Chancen und Risiken des Projektes
  • Die Organisation/die Person
  • Projektvorstellung – Ziele/Leistungen des Projektes
  • Projektumfeld und Zielgruppen
  • Marketing (Vermarktung des Projektes)
  • Unternehmerteam/Management und Schlüsselpersonen im Projekt
  • Umsetzungsplanung/Realisierungsplan für das Projekt
  • Finanzbedarf für das Projekt

Detailinformationen zu den einzelnen Punkten finden Sie hier.

Einverständniserklärung

Die EinreicherInnen erklären sich bereit, das laufende Coaching und die Evaluation im Fall der Nominierung zu einem Siegerprojekt aktiv zu nutzen bzw. zu unterstützen. Dies beinhaltet vor allem die Bereitschaft, an Erhebungen (z.B. Interviews) teilzunehmen sowie gewisse Daten (inklusive Finanzdaten) offenzulegen.

Weiters erklären sich die EinreicherInnen bereit, im Falle einer Nominierung zu einem Siegerprojekt alle weiteren Kommunikationsschritte bei der Umsetzung des Projektes mit der Initiative Get active Social Business Award 2018 aktiv abzustimmen bzw. Get active Social Business Award 2018 bei jedem Kommunikationsschritt im Rahmen der Umsetzung der Projektidee verpflichtend mit zu kommunizieren.

Diese Punkte werden mit dem Vertreter des Siegerprojektes in Form einer schriftlichen Vereinbarung fixiert. 

Der offizielle Hashtag lautet übrigens #GASBA18