Vor mir liegt das Foto. DAS Foto!

Eine gewaltige Rakete hatte sie hochgetragen, sie kamen an im Weltraum. Und schauten hinaus durch die kleinen Fenster ihres Raumschiffs. Sahen die Erde, erkannten Meere und Kontinente, sandgelbe Wüsten und schneebedeckte Gebirge. Wunderschön! Der Blaue Planet. Unsere Erde!

Unsere Erde: Ein farbiger Ball in der Unendlichkeit des Alls. Nicht nur wunderschön, nein: ein Wunder! Ein Wunder der Schöpfung, einzigartig.

Aufgenommen von der Crew der Apollo 17, die als letztes bemanntes Raumschiff 1972 den Mond besuchte, wurde dieses Bild unter dem Namen “Blue Marble” weltberühmt.

Das Foto des Blauen Planeten sollte der damals noch in den Anfängen befindlichen Umweltbewegung einen gewaltigen Auftrieb geben. Plötzlich verstanden wir Menschen, dass uns unsere Erde anvertraut ist, dass die Erde unseren Schutz verlangt. Diese Botschaft erreichte nach und nach auch die Wirtschaft. Unternehmen nahmen den Ball auf ... und bekannten sich zur Nachhaltigkeit. Immer mehr Firmen starteten Projekte, um Produkte und Produktionsverfahren umweltverträglicher zu machen. Seitdem gehört Nachhaltigkeit zur DNA einer modernen Wirtschaft, ist sie Verpflichtung für Unternehmen weltweit. Ein Megatrend. Zugleich eine Notwendigkeit.

Coca-Cola ist ganz vorne dabei, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Anfang dieses Jahres hat der weltweite Coca-Cola Chef James Quincey eine Vision formuliert, die in der gesamten Branche bisher einzigartig ist: Eine ‘World without Waste’! Um diese Version wahr werden zu lassen, verfolgt der Getränkehersteller global zahlreiche Projekte zum Thema Recycling und dem Schutz der Ressourcen. So auch in Österreich. Denn - so Raphaela Fremuth, Managerin für External Communications & Public Affairs beim Abfüllpartner Coca-Cola HBC Österreich (CCHBC): „Nachhaltiges Wirtschaften und ein pflichtbewusster Umgang mit unseren Ressourcen sind die Grundlage unseres Geschäfts.“

Zentrum des Nachhaltigkeitsengagements von CCHBC in Österreich ist das Abfüllwerk in Edelstal im Burgenland – auch bekannt als Wiege von Römerquelle Mineralwasser. Das Werk ist das Herzstück des Unternehmensund eine der grössten Produktionsstätten innerhalb der in 28 Ländern agierenden CCHBC Gruppe.

Um mehr darüber zu erfahren, welche Menschen bei Coca-Cola für das Thema Nachhaltigkeit verantwortlich sind, was es bedeutet, als Getränkeabfüller ‘bio-zertifiziert’ zu sein und warum‘Nachhaltiges Wirtschaften’ wichtig ist, unterhielt ich mich mit Gerolf van der Linden, Country Sustainability Manager, und verantwortlich für Umweltmanagement und Legal Compliance bei CCHBC.

Lena Kratz: Mit welchem Rucksack/mit welchem beruflichen Hintergrund sind Sie zu CCHBC gekommen? Was sind heute Ihre Aufgaben und Ziele?

Gerolf van der Linden: Ich habe einen breit gefächerten Hintergrund und begann meine berufliche Laufbahn bei einem Ziviltechniker im Bereich Lebensmittelbegutachtung und –analytik . Danach wechselte ich in die Getränkeindustrie, mit dem Schwerpunkt auf Qualitätsmanagement. Nach einem kurzen Intermezzo im Bereich der Lebensmittelverpackung war ich bis Sommer 2013 für ein Tiefkühlgemüseunternehmen tätig. Hier konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln, da wir sowohl Bioprodukte als auch konventionelle Produkte herstellten. Seit August 2013 bin ich bei CCHBC als Country Sustainability Manager gemeinsam mit meinem Team verantwortlich für die Themen Qalitätssicherung, Arbeitsplatzsicherheit und Umweltschutz.

LK: Sie machen das offensichtlich sehr erfolgreich, denn der Dow Jones Nachhaltigkeitsindex weist CCHBC 2017 zum vierten Mal in Folge als in Sachen Nachhaltigkeit führendes Unternehmen der Getränkeindustrie aus. Wie stolz machen Sie derartige Auszeichnungen persönlich, und welche Maßnahmen liegen Ihnen am meisten am Herzen?

vdL: Auszeichnungen sind für mich Anerkennung für unsere täglichen Anstrengungen, noch besser und noch nachhaltiger zu werden. Es ist wichtig, dass unsere Werte den Überprüfungskriterien unabhängiger Stellen standhalten. Das ist uns gelungen. Langfristig geht es darum, den Ressourcenverbrauch in der Produktion unserer Getränke laufend zu verringern. Es ist immer die Summe der einzelnen Maßnahmen, die zum Erfolg führen. 

LK: Es gibt Bio-Bauern, es gibt Bio-Milch, und überhaupt scheint die Etikettierung „Bio“ allgegenwärtig. Was aber bedeutet es für den Konsumenten, wenn ein Getränkeabfüller bio-zertifiziert ist? Was versprechen Sie dem Konsumenten?

vdL: Der Konsument darf sich Zutaten aus biologischer Landwirtschaft gepaart mit natürlichem Mineralwasser erwarten, das höchsten Reinheitskriterien entspricht – z.B. bei unserer Römerquelle Biolimo. Unsere Produktionslinie ist die erste Abfülllinie innerhalb der gesamten CCHBC Gruppe, die biozertifiziert wurde und somit biologische Lebensmittel herstellen darf. Dabei stellt unser ausgeklügeltes Qualitätsmanagement sicher, dass wir auch den höchsten Reinheitskriterien genügen.

Ein kleiner Einblick in die biozertifizierte Produktion der Römerquelle Bio-Limo
Ein kleiner Einblick in die biozertifizierte Produktion der Römerquelle Bio-Limo

CCHBC Österreich


LK: Können Sie den Lesern von Coca-Cola Journey Österreich weitere Innovationen/Verbesserungen im Bereich Nachhaltigkeit in der Produktion verraten, mit denen wir rechnen dürfen?

vdL: Wir arbeiten laufend mit Hochdruck daran, unsere ehrgeizigen Ziele im Bereich der Nachhaltigkeit zu erreichen oder - noch besser - zu übertreffen. Unsere Anstrengungen konzentrieren sich im Moment auf weitere spürbare Einsparungen beim Energie- wie beim Wasserverbrauch. Wassereinsparungen durch die Wiederverwendung von Prozesswasser sind hier ein wichtiger Meilenstein. Wer sich intensiver mit unsererm Engagement auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich einen Blick in unseren kürzlich veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht zu werfen – es lohnt sich! 

So wie es Gerolf van der Linden gelingt, mit immer neuen Innovationen die Produktionsabläufe zu verbessern und nachhaltiger zu gestalten, so tut sich natürlich auch an der Produktfront so einiges. Im Juni brachte Coca-Cola Römerquelle fruity und die im Interview schon angesprochene leichte Römerquelle Biolimo auf den österreichischen Markt. Die bio-zertifizierte Erfrischung ist dabei eine Antwort auf die stetig steigende Nachfrage nach Bio-Produkten in Österreich. Wie mir Raphaela Fremuth erklärte, legen rund 20 Prozent der österreichischen Konsumenten grossen Wert auf Bio-Produkte und suchen anspruchsvolle Alternativen in diesem Bereich.

Beide neuen Getränke, Römerquelle fruity und Römerquelle Biolimo, werden bei CCHBC Österreich in Edelstal abgefüllt. Während in Römerquelle fruity natürliches Mineralwasser mit Fruchtsaft, Fruchtpürée und wertvollen Vitaminen kombiniert wird, enthält die Biolimo mindestens 7 Prozent Fruchtanteil aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft. Beide Produkte sind kalorienarm - mit weniger als 20 Kalorien pro 100ml. Was mich noch beeindruckt? Die Römerquelle Biolimo wird in der PlantBottle™ abgefüllt, einer Verpackung, die bis zu 30% aus pflanzenbasierten Materialien besteht und vollständig rezyklierbar ist.

Und wie sieht es mit unserem persönlichen Engagement für unsere so einzigartige Welt aus? Indem wir Nachhaltigkeit fördern, der Hersteller in der Produktion, der Konsumenten (also wir!) beim Kauf und durch unser Verhalten im Alltag (Stichwort Recycling), nehmen wir unsere Verantwortung ernst - und zwar jeder in seiner Rolle. Dies ist unsere Pflicht und Aufgabe. Denn: Diese Erde ist nicht einfach nur die Erde. Sie ist unsere Erde.